Mesut Özil

also, ich versuchs mal. finde ich es gut, dass özil ein foto mit erdogan gemacht hat? nein, ganz sicher nicht. finde ich es gut, wie sich daraufhin eine vollkommen unverhältnismäßige empörungswelle breit macht und sich rassistsiche äußerungen immer weiter ausbreiten? noch viel weniger.
die gesamte diskussion wird so falsch geführt, dass es mich gruselt. özil hat wurzeln in der türkei und er hat wurzeln in deutschland. die beeinflussung ist hier vielschichtiger, der blickwinkel weniger eindeutig vorgegeben. die großeltern özils kamen nach deutschland, weil man sie wollte. günstige gastarbeiter eben. beide seiten fanden das gut. die mutter später dann putzfrau, der vater arbeitet in einer fabrik. familientradition wird groß geschrieben. özil äußerte sich dahingehend, dass er es nicht richtig und sehr schade fand, dass innerhalb der familie kein deutsch gesprochen wurde. er hat sich daraufhin dafür ausgesprochen, dass ein jeder der in ein land kommt und dort lebt, dessen sprache lernen und sprechen soll und keinesfalls isoliert leben sollte. özil selbst hat das befolgt. vereinfacht gesagt: ein leben zwischen zwei welten begonnen. als er sich entscheiden musste, ob er für die türkei oder für deutschland spielt, wurde von seiten der familie auf ihn eingeredet. die einen wollten, dass er sich für deutschland entscheidet, sein onkel appellierte an heimatgefühle für die türkei, welche er in dieser form nicht empfand. es ist alleine schon ein familiäres spannungsfeld, in welchem sich migrantenkinder bewegen. die externen spannungsfelder ganz ausgeblendet. als er seine türkische staatsbürgerschaft abgibt, gibt es anfeindungen aus der türkei. starke anfeindungen und "verräter" ist einer der harmlosesten begriffe, der fällt.
immer wieder betont özil, dass es möglich ist 2 kulturen zu schätzen, dass sein herz türkisch und deutsch ist. bei vielen vergebens. das will niemand hören. die einen wollen hören, dass es nur türkisch ist, die anderen, dass es nur deutsch ist. es gibt kein annähern.
politisch interessiert ist özil nicht. die sicht auf erdogan, die an ihn herangetragen wird, ist ganz sicher uneindeutiger als für uns. und selbst diese eindeutigkeit, die man hier in deutschland bei der sicht auf erdogan theoretisch hat, wird doch vom eigenen land praktisch ad absurdum geführt. es wir kooperiert, es werden flüchtlings- und waffendeals geschlossen, es wird sich getroffen. solange es nützlich ist mit dem "teufel" geschäfte zu machen, ist es also okay. da sind wir bei einem punkt, der von einem user im worum sehr gut zusammengefasst wurde: die schizophrenie bei der sache. während erdogan offiziell auf staatsbesuch in england ist, während deals gemacht werden, kooperiert wird, ist es aber hingegen verwerflich mit dem selben mann ein foto auf einem wohltätigkeitsevent für migrantenkinder zu machen. weil man von letzterem eben keinen eigenen nutzen hat. da ist es dann plötzlich kein problem mehr, die theoretisch vorhandenen moralischen grundsätze herauszuposaunen. die schaden einem ja nicht. die schaden einem nur, wenn sie vorteilen im wege stehen.
özil, von verschiedenen einflüssen geprägt, von uneindeutigkeiten umgeben, hat das zu erfüllen, was deutschland nicht mal selbst erfüllt.

nun zu dem statement: ich finde sicher nicht alles gut daran, einiges ist mindestens unglücklich. aber es ist so unfassbar bezeichnend, dass nun vorallem über mangelnde selbstreflektion schwadroniert wird und nicht über die offenen rassistischen anfeindungen, die er klar benennt. spätestens jetzt sollte auch bei einigen der groschen fallen und eine problematik erkannt werden, die eigentlich schon längst offensichtlich war. aber noch viel besser: das wird als "rassismuskeule" abgetan. es ist so höhnisch, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder kotzen soll. was erdreistet sich der türke denn bitte auch noch über rassismus zu reden. wer opfer von rassistischen anfeindungen ist und vorallem wer das bennen darf, das entscheiden immer noch wir. und solange ihn nicht "alle" rassistisch beleidigen, sondern nur einige, da ist doch alles sowieso okay. soll er sich mal nicht so anstellen. soll er sich halt in die türkei verpissen. da wird er dann auch rassistisch beleidigt. aber wenigstens auf türkisch.

Bevor du kotzt, kannst du mir bitte die rassistischen Anfeindungen die er klar benennt, näher bringen. Ich meine nicht die Sprüche von
irgendwelchen Idioten, bitte die von denen, die öffentliche Statements abgegeben haben.
Deine Darstellung mag ja so ganz nett sei und hast ja auch gut in Wiki recherchiert, haben aber leider weniger mit den hier kritisierten
Rücktrittsäußerungen von MÖ zu tun. Du scheinst MÖ ja gut zu kennen, wenn du hier behauptest, er sei eher unpolitisch.
Ähm, auch solche Leute können sich "nützlich" machen. Wie? Ganz einfach, sie lassen sich instrumentalisieren.
Übrigens bezeichnend sind doch die Kommentare von hochrangigen türkischen Ministern (faschistisch) zu dem Rücktritt.
Da spielen dann auch schon Mal die Interessen des Beraters eine Rolle. Naiv ist doch derjenige, der annimmt, dass gewisse Dinge
die vorfallen nicht von langer Hand vorbereitet sind. Beispiele gibt es ja genug.
 
Bevor du kotzt, kannst du mir bitte die rassistischen Anfeindungen die er klar benennt, näher bringen. Ich meine nicht die Sprüche von
irgendwelchen Idioten, bitte die von denen, die öffentliche Statements abgegeben haben.
Deine Darstellung mag ja so ganz nett sei und hast ja auch gut in Wiki recherchiert, haben aber leider weniger mit den hier kritisierten
Rücktrittsäußerungen von MÖ zu tun. Du scheinst MÖ ja gut zu kennen, wenn du hier behauptest, er sei eher unpolitisch.
Ähm, auch solche Leute können sich "nützlich" machen. Wie? Ganz einfach, sie lassen sich instrumentalisieren.
Übrigens bezeichnend sind doch die Kommentare von hochrangigen türkischen Ministern (faschistisch) zu dem Rücktritt.
Da spielen dann auch schon Mal die Interessen des Beraters eine Rolle. Naiv ist doch derjenige, der annimmt, dass gewisse Dinge
die vorfallen nicht von langer Hand vorbereitet sind. Beispiele gibt es ja genug.

Ganz fettes Like für diesen Beitrag, da auch, dass die ganzen aktuellen Geschehnisse der türkischen Regierung fett in die Karten spielen. Aber auch hier beharren ja einige auf ausschließlich deutschen Rassismus.
 
Cem Özdemir (52), früherer Vorsitzender der Grünen:

„Mit dem Alleinherrscher Erdogan zu posieren empfinde ich als respektlos denen gegenüber, die in der Türkei gegängelt werden oder willkürlich im Gefängnis sitzen. Respekt zolle ich nur Demokraten.
Ich bin froh, dass hier in Deutschland viele Deutsch-Türken leben, die sich gerade wegen ihrer Wurzeln für eine demokratische Türkei aussprechen. Denen ist Mesut Özil in seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden. Es ist sehr bedauerlich, wie sich Özil jetzt äußert. Damit spielt er denen einen Steilpass zu, die unsere Demokratie ablehnen hier wie dort.“

und wie findest du diese äußerungen von özdemir so?
Zitat von Özdemir:
Die Kritik an Mesut Özil wegen der Erdogan-Fotos mittlerweile eindeutig rassistich grundiert.

und:

Zitat von Özdemir:
Das gilt allerdings, wenn ich das noch hinzufügen darf, natürlich dann nicht nur für Mesut Özil oder Gündogan; das gilt natürlich dann auch für Ex-Spieler wie Lothar Matthäus, die sich mit dem autoritären Herrscher Wladimir Putin ablichten lassen. Und das gilt vor allem für den DFB und noch mehr für die FIFA, die mit solchen autoritären Herrschern gemeinsame Geschäfte macht – denken Sie an die WM in Russland und denken Sie an die nächste WM in Katar.

dann sind wir relativ nah an meinem standpunkt.
 
Ganz fettes Like für diesen Beitrag, da auch, dass die ganzen aktuellen Geschehnisse der türkischen Regierung fett in die Karten spielen. Aber auch hier beharren ja einige auf ausschließlich deutschen Rassismus.
Beides ist leider korrekt. Es gibt im Zusammenhang mit Özil völlig unzweifelhaft Äußerungen (nicht nur auf das Forum bezogen) die man unter Rassismus abheften muss. Und das sind nicht wenige, die da plötzlich aus ihren dunklen Löchern kommen.
Dass diese ganze Scheiße (von Özil ausgelöst) der türkischen Regierung sehr in die Karten spielt ist auch richtig und sehr sehr ärgerlich.
 
Aber es gibt auch gute Nachrichten :D
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Bevor du kotzt, kannst du mir bitte die rassistischen Anfeindungen die er klar benennt, näher bringen. Ich meine nicht die Sprüche von
irgendwelchen Idioten, bitte die von denen, die öffentliche Statements abgegeben haben.

erklärst du mir danach bitte, weshalb diese sprüche nicht relevant sind und weshalb man nur öffentliche statements benennen darf?
wenn du aber öffentliche statements haben möchtest, dann bitte:
https://www.tz.de/muenchen/stadt/lu...-guendogan-hau-ab-nach-anatolien-9957668.html

https://twitter.com/Beatrix_vStorch/status/1021072697319743488

https://www.focus.de/regional/hesse...hauer-spd-erklaert-ruecktritt_id_9033835.html

nur ein paar beispiele. es gäbe noch deutlich mehr. vom unterschwelligen rassismus fange ich erst gar nicht an. von den kommentaren in sportkneipen, im stadion, an stammtischen auch nicht. denn die zählen ja eh nicht, ne?


Deine Darstellung mag ja so ganz nett sei und hast ja auch gut in Wiki recherchiert, haben aber leider weniger mit den hier kritisierten
Rücktrittsäußerungen von MÖ zu tun. Du scheinst MÖ ja gut zu kennen, wenn du hier behauptest, er sei eher unpolitisch.

wieso sollte ich ihn gut kennen? er hat das selbst mehrfach geäußert. und wie verhält es sich so mit dir? warst du dabei gesessen als ich den texte verfasst habe? dann musst du das nächste mal genauer hinschauen. bei wikipedia habe ich in dem fall nämlich gar nichts recherchiert auch wenn wiki sicher ganz nützlich ist.
 
Nee, merk ich nicht. Es geht nicht um die Türken im Staat Türkei, sondern um die türkische Regierung in der Nation Türkei. Da ist der Unterschied. "DIE Türken" ist dann kein Rassismus.

natürlich nicht. und tyson hat auch wunderbar dargelegt um welche türken es so geht. und er beweist auch seit wochen keinerlei rassistische tendenzen. mach die augen zu und schlaf weiter.
 
Ganz fettes Like für diesen Beitrag, da auch, dass die ganzen aktuellen Geschehnisse der türkischen Regierung fett in die Karten spielen. Aber auch hier beharren ja einige auf ausschließlich deutschen Rassismus.

wer beharrt auf rein deutschen rassismus hier? also ich habe bisher nichts dergleichen gelesen. es dürfte wohl klar sein, dass rassistische tendenzen aktuell in vielen ländern wieder ganz nett in mode gekommen sind.
 
Özil muss jetzt auch nicht mit mehr Rassismus umgehen als in den Jahren zuvor, aber der Applaus aus der Mitte hat aufgehört das alles zu übertönen, seit er sich selbst bei Erdogan positioniert hat, dessen Meinungen für Deutsche Verhältnisse auch extremistisch sind. Es funktioniert eben nicht so reibungslos, wenn man erst jemanden unterstützt, der selbst gegen Minderheiten hetzt, Kritik brutal unterdrückt und der extremen Rechten des politischen Spektrums angehört und jegliche Kritik daran dann pauschal als Rassismus abtut.

Der Rücktritt war die erste gute Entscheidung, die jemand in der Sache getroffen hat. Wer für Autokraten Wahlwerbung betreibt muss völlig zu Recht mit Gegenwind rechnen, ich hätte es jetzt auch nicht besser gefunden, wenn das in der Öffentlichkeit mit "so lange er gut kicken kann ist alles andere ja egal - Schland, Schland Schland!" abgefrühstückt worden wäre. Wenn sich Timo Werner "ganz unpolitisch" für einen Fototermin beim NPD-Kinderfest gemeldet hätte, wäre die Ausrede "das war doch völlig unpolitisch, ich war nur da um den Kindern eine Freude zu machen und wir haben sowieso nur über Fußball geredet" auch nicht viel besser rübergekommen. Da hätte es zum Skandal nichtmal eines Fotos mit dem "verehrten Spitzenkandidaten" gebraucht um ihn für den Kader völlig untragbar zu machen - Die Werbung hat man ja schon gemacht, wenn man dem ganzen durch seine Anwesenheit den Anschein der Legitimität gibt, das verstehen die Fußballer ja selbst am besten. Adidas bezahlt Özil ja auch nicht für seine Expertise in der Textilindustrie, sondern damit er sich grinsend neben dem zu bewerbenden Produkt ablichten lässt. Ein unbedachtes Foto von Özil mit Puma-Socken in der Hand wird es nicht geben.

Die beiden sind ja nichtmal aus der Mannschaft geflogen. Wenn man sich anguckt wegen welcher Lapallien Löw sonst Leute aus der Mannschaft verbannt - Kruse nimmt einem aufdringlichen Papparazzi kurz die Kamera weg, Kuranyi sitzt in einem unspannenden Qualifikationsspiel nicht die vollen 90 Minuten auf der Tribüne - drängt sich eher der Eindruck auf, dass die beiden wegen ihrer sportlichen Qualitäten sehr billig davongekommen sind.

Beim DFB müssen sich alle die Frage gefallen lassen, warum man so inkosequent rumgeeiert ist. Wenn Grindel der Meinung war, dass es mit den Werten des DFB nicht vereinbar ist, wenn Spieler Wahlwerbung für Erdogan machen, dann muss er Özil und Gündogan sagen, dass sie nicht mehr Teil der Mannschaft sein können, weil sie die Werte des DFB nicht glaubhaft verkörpern. Dieses Geschacher von wegen "jetzt schuldest du mir ein öffentliches Statement, wo du deine Haltung so verwässerst, dass keiner daraus einen konkreten Vorwurf machen kann" zeigt aber, dass es nicht wirklich um die Sache gegangen ist sondern man nur irgendwie die Berichterstattung in den Medien in für den DFB kontrollierbare Bahnen lenken wollte.

Wenn Bierhoff und Löw sich intern komplett vor die Spieler gestellt haben, können sie in der Öffentlichkeit nicht so rumeiern. Da sagt man dann einmal, was die Position ist (entweder "Wir sind extrem Naiv und glauben den beiden, dass sich nicht gewusst haben, dass man ihre Fotos auch zu Werbezwecken nutzen kann" oder "Wir finden Erdogan selbst total okay, das bißchen Menschenrechte stört auch keinen großen Geist"). Die Ausrede "Hier geht es nur um Fußball, wenn die Spieler gut kicken können ist mir egal, was die in ihrer Freizeit treiben" hätte leider keine Glaubwürdigkeit gehabt, nachdem man bei anderen Spielern das Verhalten Abseites des Platzes auf die Goldwaage gelegt hat. Ehrlich wäre natürlich nur gewesen, wenn man gesagt hätte "Werte und Moral sind für uns Gedöns, aber solange man gewinnt kommt es gut an, wenn man so tut, als hätte man welche. Aber da uns sowas persönlich einen Dreck schert werden wir den sportlichen Erfolg sowas natürlich nicht unterordnen."

Überhaupt muss man sich beim DFB die Frage gefallen lassen, ob man die tollen Werte, die man durch das Erdogan-Foto in Gefahr sah, selbst so super verkörpert, wenn man völlig kritiklos zum Fußballfest nach Russland und Katar will. Alles in allem ist das ein riesiger Sumpf, bei dem eigentlich nicht genug Leute zurücktreten können. Mitleid hat aber bestimmt keiner von der Bande verdient, Özil nicht, Gündogan nicht, Grindel nicht, Löw nicht, Bierhoff schonmal gar nicht. "Die Medien" die alle zusammen auf Özil eingedroschen hätten gibt es ja nicht, von manchen kam harsche Kritik (auch berechtigt, obwohl Müller der größte Totalausfall war und billiger davonkam) aber es haben sich einige auch nicht entblödet, Özil für seine tollen statistischen Werte abzufeiern.

Vielleicht wäre das jetzt mal dern Anlass, um beim DFB einen eindeutigen Wertekatalog aufzustellen, der für jeden verständlich ist und dann auch konsequent eingehalten wird. Wenn jemand sich dann öffentlich gegen diese Werte positioniert, sagt man halt höflich und bestimmt, dass man deshalb nicht weiter zusammenarbeiten kann. Aber man möchte sich beim DFB natürlich auch nicht das Suhlen im Dreck untersagen lassen, denn dann müsste man ja selbst auf die Teilnahme an Turnieren in undemokratischen Ländern verzichten (das kostet ja Geld!) und die Zusammenarbeit.mit Sponsoren beenden, die sich zweifelhaft verhalten (das kostet ja auch Geld, jetzt wird es aber zu bunt!).
 
Ich hoffe, dass der Werder-Verantwortliche dieses Forums (nicht die Mods) hier mal genau mitliest, und sich dann Gedanken um die Leitlinien des Vereins macht.
Wenn du hier schon den obersten Hüter der Werder-Leitlinien anrufst, dann bitte mache du dir zuvor Gedanken, warum!?
Es geht hier (im Forum in den Posts) fast ausschließlich um die Art und Weise, wie MÖ damals und nun mit dem Rücktritt
speziell, mit dem Thema umgegangen ist. Ich kann hier beim besten Willen keine grundsätzlichen Kommentare ausfindig machen,
die einen rassistischen Hintergrund darstellen. Daher empfinde ich deine Einlässe, als absolut unsachlich und dumm.
Auch deine ewigen Einwürfe zu anderen Themen, um offensichtlich eine Aufmerksamkeit (Homophobie)zu erzielen, halte ich für unangebracht.
So als wolltest du hier das Thema zusätzlich "beladen/befeuern". GsD ist keiner aufgesprungen.

Mag sich jeder zum Thema Rassismus einen Reim drauf machen:
Der Begriff wurde in den 1920er- und 1930er-Jahre geprägt - als Reaktion auf die "Rassenkunde" oder "Rassenlehre". 1965 wandte sich die UN im Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung gegen

jede auf der Rasse, der Hautfarbe, der Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz definiert Rassismus als "die Überzeugung, dass ein Beweggrund wie Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, Staatsangehörigkeit oder nationale oder ethnische Herkunft die Missachtung einer Person oder Personengruppe oder das Gefühl der Überlegenheit gegenüber einer Person oder Personengruppe rechtfertigt".


"Wo Rassismus beginnt - darüber wird gestritten"
faktenfinder: Gibt es eine wissenschaftlich gängige Definition von dem, was man in der Regel als rassistisch bezeichnet?

Zick: Da es eine Forschung über Rassismus gibt und Forschung von unterschiedlichen Perspektiven lebt, gibt es Differenzen über die Ursachen, Ausdrucksformen und Folgen von Rassismus. In der Forschung werden unterschiedliche Facetten von Rassismus analysiert und es gibt Diskussionen darüber, inwieweit bestimmte Formen des Rassismus individuell oder institutionell sind und wo Rassismus beginnt.

Es ist aber Konsens, dass Rassismus eine Ideologie ist, die Individuen, Gruppen und Gesellschaften teilen und die dazu dienen, Gruppen auf der Grundlage scheinbarer natürlicher und vor allem kaum änderbarer Merkmale abzuwerten, oder auch Menschen abzuwerten, weil sie bestimmten Gruppen angehören.

Wissenschaftlich anerkannt aber in der westlichen Welt ist der Befund der Naturwissenschaft, dass es keinen Sinn macht, Menschen nach Rassen zu unterscheiden - was Rassismus tut. Aber auch Gesellschaften haben Rassismusdefinitionen, weil gerade demokratische Gesellschaften von einem Konsens der Gleichwertigkeit abhängen. Im Grundgesetz ist klar geregelt, dass wir niemanden aufgrund von bestimmten Merkmalen ausgrenzen dürfen. Die EU hat Rassismus definiert, die UN und andere Institutionen. Dass darüber gestritten wird, wo Rassismus beginnt, ist klar.
 
natürlich nicht. und tyson hat auch wunderbar dargelegt um welche türken es so geht. und er beweist auch seit wochen keinerlei rassistische tendenzen. mach die augen zu und schlaf weiter.
Es ist schwierig wenn von einem User BEIDE Signale ausgesendet werden. Wenn dann die "nicht echten" Rassismus Äußerungen aber mit den "echten rassistischen" in einen Topf geworfen werden, ist das Scheiße. Man muss da differenzieren. Es sind dann zwar vermeintliche "Vorlagen" "DIE TÜRKEN", gemeint als Graue Wölfe etc., aber es ist eben nicht "Der Türke" gemeint. Und das ist jetzt keine Haarspalterei von mir.

Man kann hier keinen User als Rassisten bezeichnen, weil er ja als Rassist schon längst durch die Mods aus dem Forum verbannt worden wäre, oder?
 
Es ist schwierig wenn von einem User BEIDE Signale ausgesendet werden. Wenn dann die "nicht echten" Rassismus Äußerungen aber mit den "echten rassistischen" in einen Topf geworfen werden, ist das Scheiße. Man muss da differenzieren. Es sind dann zwar vermeintliche "Vorlagen" "DIE TÜRKEN", gemeint als Graue Wölfe etc., aber es ist eben nicht "Der Türke" gemeint. Und das ist jetzt keine Haarspalterei von mir.

natürlich ist das keine haarspalterei, es ist vorallem eine interpretation der aussagen tysons, welche diese aber gar nicht hergeben. "die türken" grenzt alleinstehend nicht weiter ein. aber es wäre nicht überraschend wenn tyson gleich um die ecke kommt und erklärt, dass er es natürlich genauso gemeint hat wie du es gerade für ihn zurechtlegst. :)

Man kann hier keinen User als Rassisten bezeichnen, weil er ja als Rassist schon längst durch die Mods aus dem Forum verbannt worden wäre, oder?

möchte man meinen, ne? aber subtiler, unterschwelliger rassismus ist halt immer ein bisschen schwer greifbar. und herauswinden geht damit dann auch zur not noch.
 
erklärst du mir danach bitte, weshalb diese sprüche nicht relevant sind und weshalb man nur öffentliche statements benennen darf?
wenn du aber öffentliche statements haben möchtest, dann bitte:
https://www.tz.de/muenchen/stadt/lu...-guendogan-hau-ab-nach-anatolien-9957668.html

https://twitter.com/Beatrix_vStorch/status/1021072697319743488

https://www.focus.de/regional/hesse...hauer-spd-erklaert-ruecktritt_id_9033835.html

nur ein paar beispiele. es gäbe noch deutlich mehr. vom unterschwelligen rassismus fange ich erst gar nicht an. von den kommentaren in sportkneipen, im stadion, an stammtischen auch nicht. denn die zählen ja eh nicht, ne?

Ich bat um Beispiele die er klar in seinem Rücktrittsschreiben benannt und nicht die du heraussuchst. Sorry, die gehören eben
zu den von mir benannten Idioten, außerdem die Wortwahl habe ich hier und auch in der öffentlichen Wahrnehmung so nicht
feststellen können. Ich halte mich schon für einen interessierten, allerdings nicht verblendeten, politisch denkenden
"Staatsbürger". Diese drei Äußerungen stelle ich ganz klar in die Ecke derer die ich mit Idioten betitelt habe.
Gewichtung bzgl. rassistischer Verunglimpfung hätten Äußerungen von maßgeblichen Politikern, Wirtschaftsvertretern, Funktionären
auf sportlicher und kultureller Ebene sowie Medien. Dies sind Einzelmeinungen die keine maßgebliche Auswirkung auf die Gesamteinstellung einer
Gesellschaft schließen lassen.
Bei dir, dieeeter, steinkogler, Mausschubser wird wissentlich klar die Selbstreflexion ausgeblendet oder in einem Nebensatz formuliert,
um einseitig die Rassismus-Debatte zu befeuern.


wieso sollte ich ihn gut kennen? er hat das selbst mehrfach geäußert. und wie verhält es sich so mit dir? warst du dabei gesessen als ich den texte verfasst habe? dann musst du das nächste mal genauer hinschauen. bei wikipedia habe ich in dem fall nämlich gar nichts recherchiert auch wenn wiki sicher ganz nützlich ist.
 
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