Mich würde interessieren, wo unsere ganzen Befürworter des Werderwegs geblieben sind? Was wir in der Tabelle ablesen und auf dem Platz regelmäßig sehen können, ist eben dem Erfolg dieses Weges geschuldet.
Nur ein paar Eckpunkte dieses Erfolgsmodells:
- wir halten viel zu lange an einem Trainerurgestein TS fest und begründen das beim Fastabstieg 2013 mit Kontinuität.
- wir holen eine preiswerte Lösung mit TE als SD, der sportlich kaum Kompetenz besitzt und lässt ihn den Verein umbauen.
- besagten TE will man eigentlich nicht mehr haben, aber verlängert den Vertrag mit ihm, um ihn dann sukzessive durch FB zu ersetzen.
- seinen Adlatus RS lässt man lieber nach Mz gehen, weil man ja mit FB den Erfolgsgaranten in der Hinterhand hat.
- dieser FB sieht seine vordringlichste Aufgabe darin, mit VS den Vertrag zu verlängern, was in Anbetracht der Ergebnisse 2015/16 schon eine Ansage ist. FB holt zwei langzeitverletzte IVs, einen problematischen Diagne und geht All-In in der Offensive.
- dann entlässt man entgegen seinen eigenen Ankündigungen VS vorzeitig und holt sich einen Nachwuchsmann als Trainer, der noch erfolgloser ist.
- mal sehen, was in der WP passiert? Da wird man sich von einigen Spielern trennen, die den Weg nicht mitgehen wollen( was ich voll verstehen kann).
Tut mir leid! Das ist für mich die geballte Inkompetenz³. Andere Vereine wie Frankfurt steigen in diesen sieben Jahren ab und wieder auf, stehen mittlerweile besser da als wir. Solche Einwände werden von den Befürwortern abgetan mit: das ist Werder und hier so nicht möglich.
Es ist deshalb nicht möglich, weil man sich den Luxus erlaubt, in seinem eigenen Elfenbeinturm die Welt mit der grünweißen Brille zu betrachten. Diese Farbsehschwäche manifestiert sich in dem, was wir Woche für Woche sehen müssen/dürfen/sollen.
Ganz krass, aber ja das ist im Großen und Ganzen auch meine Meinung. Selbst wenn wir uns zur Winterpause einigermaßen konsolidieren, sehe ich
hier in dem vorhandenen Kader keine Zukunft. Warum nicht? Da fehlt es an der konstruktiven, kompetenten Unternehmens- und Vereinsausrichtung.
Es ist alles nur Stückwerk.
Nehmen wir da einfach RBL, man kann sagen was man will, aber was der Rangnick da auf die Beine gestellt hat ist 1A.
Das hat was die Mannschaft anbelangt nur indirekt was mit RB-Geldern zu tun. Der zimmert da eine Mannschaft mit viel Sachverstand zusammen,
dazu allerdings verpasst er der Mannschaft aber auch eine nachhaltige Spielphilosophie. Die Mannschaft ist jung und entwicklungsfähig.
Der Trainer ist erfahren und trägt das Konzept mit Demut, ebenso wie die Mannschaft. Ja, ich bin ein Fan von Rangnick schon aus Ulmer-Zeiten!
Die Kunst ist es, dass was er da ständig konstruiert (VFB, S04, HSV, Hoffenheim und jetzt RBL) auch in Erfolge umzumünzen.
Außerdem wären Vereine wie HSV und S04 gut beraten gewesen ihm nicht in die Arbeit hinein zu fuschen. Aber gerade da sitzen ja die "Fachleute". Bei uns sitzen auch Fachleute und darum ist es auch so herrlich aufregend hier in Bremen. Der Werder-Weg geht nur anders, man holt auf den sportlich verantwortlichen Positionen keinen kompetenten Mann, denn der könnte ja zu stark werden.
Wem der Dosenvergleich nicht gefällt schaut bitte nach Frankfurt. Längst nicht so tragend und nachhaltig wie bei RBL, aber hier ist das momentane
Erfolgsmodell stark von der anhaltenden Akzeptanz des Trainers abhängig.Von Außen gesehen macht der Kovac einen starken fokussierten Eindruck
auf mich. Das er Fachkompetenz besitzt zeigt nicht nur der sportliche Erfolg im Moment. Er variiert in seinen taktischen Auslegungen und ist mutig.
Dazu muss man den Zustand der Mannschaft im letzten Jahr sehen, aus dieser Erkenntnis/Analyse wurden gezielt Lehren gezogen und er hatoffenbar gezielt zur neuen Saison eingekauft. Außerdem scheint er Stärken hinsichtlich Mannschaftsführung zu besitzen.
Weitere Beispiele? Bitte: Köln, Hertha die haben sich endlich gehäutet.