"Wir melden uns wieder aus dem Bremer Weserstadion, liebe Zuhörer, und allen denen, die erst jetzt wieder von der Kaffee- und Kuchentafel zurückkehren, kann ich sagen: Sie haben nichts verpasst.
Das sonst so geduldige Bremer Publikum macht sich hoffentlich lautstark bemerkbar, und das aus gutem Grund: Der SV Werder, das Heimteam, das mit so großen Ansprüchen in diese Partie gegen Augsburg gegangen ist, findet in der gegnerischen Hälft praktisch nicht mehr statt und liegt 1:2 verdient hinten.
Trainer Viktor Skripnix hatte das Team nominell in einer 4-1-4-1 Ausrichtung aufs Feld geschickt, die Zuschauer sehen praktisch nix.
Wer ist hier das Heimteam, wer ist hier der Gast? Werder kann sich selbst gegen Augsburg nicht mehr aus der eigenen Hälfte befreien, die Innenverteidiger Sane und Caldirola hauen die Bälle planlos nach vorn, die umgehend wieder zurückkommen. Spielaufbau findet nicht statt, kann praktisch nicht stattfinden, weil keine 2 Bälle in Folge den eigenen Mitspieler finden.
Vor ca. 10 Minuten gelang es der einzigen etatmäßigen Spitze Aron mal, einen lang nach vorn gespielten Ball zu erlaufen. Der in der Mitte der gegnerischen Hälfte auf den einzig mitgelaufenen Mitspieler Junuzovic gespielte Ball wurde von jenem prompt wieder verloren.
Augsburg wäre mit diesen 3 Punkten zufrieden
Es ist ein zähes Fußballspiel, das die Zuschauer hier zu sehen bekommen. Und, sofern ihr Herz für Werder schlägt, müssen sie heute wohl insbesondere auf Zufall hoffen.Wie immer unter Skripnix"