Das Problem ist in meinen Augen, dass bei Werder einfach zu viele Personen immernoch in Verantwortung stehen bzw. entscheidenen Einfluss nehmen, die die Fehler der Vergangenheit zu verantworten haben. Die wollen ja auch von ihrem "Werderweg" nicht weg.
Welche Personen sind das DMn und woran machst Du deren anhaltenden Einfluss fest? Hast Du genauere Erkenntnisse als die, die hier bisher immer wieder gemutmaßt wurden. Mehr als MUtmaßungen waren hier bisher nicht zu lesen.
Der "Werder-Weg" ist ein anderer Ausdruck für die Philosophie dieses Vereins. Eine Philosophie, mit der ein Verein aus einem Standort mit limitiertem wirtschaftlichen, finanziellen und infrastrukturellem Potenzial über mehrere Jahrzehnte Herausragendes geleistet hat. Der hier oft verschrieene "Werder-Weg" war in vielen Jahren der Wegbereiter zu diversen Erfolgen und keinesfalls deren Hemmschuh. Ganz abgesehen davon, kann es für Werder Bremen sicherlich keinen Bayern-München-Weg ud auch keinen Hannover 96 Weg geben. Wie immer man die gewünschte "neue Philosophie" ausgestaltet, sie wird, wenn sie erfolgreich sein will, eine "Werder-Philosophie" sein und sich an den Möglichkeiten des Vereins und seines Umfelds orientieren müssen.
Bei TE hatte man zu Beginn seiner Amtszeit, dass er den dringend benötigten "frischen Wind" in die verstaubte Bude bringt. Hiervon ist leider nicht viel übrig geblieben. Es ist natürlich Spekulation woran das liegt. Entweder hat tatsächlich kein eigenes Konzept und ist nur ein Dampfplauderer oder die Fehlentscheidung RD wurde genutzt, um ihn tatsächlich den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn er hat hier schon einigen auf die Füße getreten.
Es spricht überhaupt nichts gegen "frichen Wind". Ein solcher kann und darf aber niemals der einzige Einstellungs- und Bewertungsmaßstab sein. Als Eichin hier begann, war er, das mochtest Du nie zugeben, ebenso ein "Lehrling" auf der Position des Profifußball-Managers wie es Skripnik seit Oktober 2014 im Job eines Bundesligatrainers ebenfall ist. Im Fall Skripnik wird es nicht zuletzt von Dir immer und immer wieder angemahnt, im Fall Eichins hattest nicht nur Du es Dir von Beginn an kategorisch verbeten. Das beißt sich.
Eichin hat zu Beginn seiner Amtszeit viel angepackt, viel Staub aufgewirbelt, viele Steine umgedreht. Waren es alle? Waren es die richtigen? Macht er das heute auch noch? Auch "eigene Steine"? Zweifel sind nicht nur angebracht, dass Eichin Fehler gemacht hat, ist evident. Das muss hier angesprochen werden und werden dürfen. @Steinkoglers Post oben ist diesbezüglich sehr treffend.
Das der Turnaround bislang nicht geshafft wurde, hat für mich zwei Ursachen.
Zum einen hat man es sportlich nocht nicht geschafft den richtigen Trainer zu finden. Niemand hat behauptet, dass es einfach ist den passenden Trainer für einen Verein/eine Mannschaft zu finden. In solch einem Findungsprozess, mit dem Werder aus der Geschichte bedingt nur sehr wenig Erfahrungen hat, werden in der Regel immer ein paar Trainer "verschlissen". So blöd das klingt. Aber RD ist in der Theorie sicher ein guter Fachmann. Hat in Freiburg einen guten Job gemacht, bei Leverkusen hat es nicht gepasst und bei Werder sah es am Anfang nicht so schlecht aus, aber ist dann letztendlich auch gescheitert, so dass eine Trennung unvermeidbar war. VS mag in Zukunft zu einem Bundesligatrainer heranreifen, aber er ist mit der Aufgabe eines Bundesligacheftrainers in meinen Augen zur Zeit noch gänzlich überfordert. Woran man dies in meinen Augen festmachen kann, ist hier schon zur Genüge aufgezählt worden. Daher hätte auch hier eine Trennung schon längst erfolgen müssen. Spätestens im Sommer, egal in welcher Liga Werder in der kommenden Saison spielt, sollte aber auch dieses Experiment erledigt sein.
Genau das konnte man als Beobachter Werders ahnen, als im Mai 2013 der langjährige Trainer entlassen (zur einvenehmlichen Trennung "gedrängt",...."...die einen sagen so, die anderen so,...") wurde, obwohl kein Handlungsdruck dahingehend bestand. Mit dieser Entscheidung hat man sich, wie zu befürchten, ein zusätzliches Problem aufgemacht, neben den vielen anderen, die man durch falsches Management in den CL-Jahren eh schon zu bewältigen hatte.
Skripnik ist vermutlich insbesondere deshalb noch Trainer, weil sich Eichin keinen weiteren Fehlschuss in Trainerfragen mehr erlauben darf.
Dann fallen einem auf Anhieb einige Namen ein. Kaucze ist sicher einer von den vielen. Ob er hier ähnlich erfolgreich arbeiten würde wie in Karlsruh ist damit aber noch lang nicht gesagt. Zumindest hat er bewiesen, dass er mit schwierigen Situationen gut umgehen kann und in der Lage ist behutsam Nachwuchsspieler an eine Profimannschaft heranzuführen. Ich bezweifle allerdings, dass man bei Werder mit der Art, wie er bisweilen auch mal Fussball arbeiten lässt, zufrieden wäre. Ein anderer Name ist Keller. Auch ihn könnte ich mir durchaus als Trainer hier vorstellen. Aber auch seine Philosophie, ist eher dahingehend erfolgreich und nicht zwingend schön zu spielen.
Es ist imho völlig müßig, sich über Trainernamen auszutauschen, solange der Skripnik noch da ist. Darüber hinaus weiß man ja nie, ob ein Trainer, der anderswo funktioniert hat, auch bei Werder reüssieren würde.
Aus Deiner aktuellen Aufzählung entnehme ich immerhin, dass der Name Effenberg neuerdings fehlt. Warum eigentlich?
Zum anderen steckt Werder in meinen Augen immer noch einer wirtschaftlich eher prekären Situation. Einen ganz entscheidenden Wettbewerbsnachteil schleppen wir eben noch aus der Vergangenheit mit uns herum. Das ist eben das Weserstadion. Dazu hat man es eben verpasst den Verein in den erfolgreichen Zeiten so auszurichten, dass man den Verein wirtschaftlich so ausrichtet, dass man auch eine sportliche Durststrecke, ohne solche Schwierigkeiten gut übersteht. Wir diskutierten schon vor zehn Jahren über Investorenlösungen bzw. strategische Partnerschaften.
Das kann man so stehen lassen.
Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Politik aktiv bin, aber um etwas umzukrempel bzw. auf ein erfolgreiches Gleis zurück zu bringen, benötigt es bisweilen Zeit. Davon zum Teil recht viel. Ein Karren ist deutlich schneller in den Dreck gefahren als aus selbigen herausgezogen. Daher kann ich nicht nachvollziehen, wenn man für die Situation, in der Werder Bremen sich im März 2016 befindet alleine und ausschließlich TE verantwortlich machen möchte. Das ganze dann meist eben noch auf eine Entscheidung reduzieren möchte, nämlich die Entlassung von TS. Letztere Entscheidung kam Jahre zu spät. Davon bin ich auch weiterhin überzeugt.
Das widerspricht sich imho. Entweder denkst und akzeptiert Du, dass Entwicklungen Zeit brauchen oder Du akzeptierst es nicht. Wenn Du es ajzeptierst, dann eben nicht nur auf Manager-Ebene, sondern auch auf Trainerebene.
Jeder Beobachter weiß, dass unser Problem in 2013 und den Jahren davor, nicht die Person bzw. die Kompetenz des damaligen Trainers war. Mehr dazu und zum Entlassungszeitpunkt, siehe oben und in diversen threads
Der Eindruck, dass die Verantwortung allein bei Eichin gesucht wird, mag insbesondere dadurch entstehen, dass man selbst gerade den für den sportlichen Bereich Werders seit 3 Jahren hauptverantwortlichen Geschäftsführer in jeder Situation schützt und verteidigt und keinerlei Widerspruch, keinerlei Zweifel daran zuläasst.
Ansonsten ist an der Beobachtung nichts dran. Eichin hat schwere Fehler gemacht, er ist aber nicht der einzige. Genau, wiie im Fall Skripnik übrigens auch.
Ob ich einen der Jobs bei Werder besser machen würde, weiss ich nicht. Keine Ahnung. Ich weiss nur, dass ich TEs Job unter solch einem AR nicht machen wollte, da ich nicht zu den Leuten gehöre, die es sich gefallen lassen, wenn man sich in meine Arbeit einmischt für die ich am Ende (bei mir mit meine Unterschrift) die Verantwortung trage.
Damit werden viele abhängig Beschäftgte in vielen Bereichen der Wirtschaft leben müssen, weil Absprechen, Teamarbeit, Reflexion und gegenseitge Bewertungen völlig üblich und auch leistungssfördernd sind.