Meine Meinung zur Relegation hatte ich ja schon öfter gepostet. Für mich ist sie völlig nutzlos. Nicht nur, weil es gestern den HxV betraf.
Das "Problem" daran ist imho aber nicht die "Auswärtstor-Regelung", sondern der vermeintlche Glaube, ein Heimspiel im Rückspiel sei ein Vorteil für den Zweitligisten. Das Spiel gestern hat ebenso wie das Rückspiel im letzten Jahr in Fürth gezeigt, dass eigentlich das Gegenteil der Fall ist. Der "Heimvorteil" entwickelt sich für den Außenseiter zum Nachteil, weil der Druck, diese vermutlich "einmalige Chance" zu nutzen, ins Unermessliche steigt. Für den Bundesligisten ist es andersherum. Dieser hat eigentlich viel mehr zu verlieren und steht eh unter Druck. Für die müsste es im allerletzten Spiel theoretisch fast egal sein, ob sie auswärts oder zuhause spielen. Dass die Verunsicherung, zuhause unbedingt reüssieren zu müssen, aber auch für Erstligsten sehr groß ist, konnte man am Beispiel HxV sowohl in Karlsruhe 2015 als auch in Fürth 2014 erkennen.
Wenn schon Relegation, dann müsste sie imho auf neutralem Platz/neutralen Plätzen ausgetragen werden.
Wir haben fast 20 Jahre lang gut ohne Relegation gelebt. Keiner hat sie vermisst. Dann kommt die DFL und möchte sich noch etwas Geld aus den Rippen schneiden. Das Ergebnis ist klar: Kaum ein Zweitligist schafft den Aufstieg, weil die strukturellen Unterschiede einfach zu groß sind.
Eine Mannschaft mit Zweitliga-Kader muss plötzlich noch einen "Endgegner" besiegen. Das ist doch Käse und endet meistens in ziemlich einseitigen Spielen (Hoffenheim - Kaiserslautern) oder in Skandalen (Düsseldorf - Hertha oder gestern KSC gegen Hamburg).
Die Auswärtstorregel ist dazu wirklich inkonsequent und gestern hat der HSV davon profitiert, 30 Minuten mehr Zeit für das Auswärtstor zu haben. Das ist wirklich unfair!
Ich bin der Meinung: 34 Spiele reichen aus um zu sehen, wer nach oben oder nach unten gehört.


