Gesamtsituation der Mannschaft

Doch, wahrscheinlich ein besseres Ergebnis und Spieler, die nachher nicht komplett von der Rolle sind. Meinst du, es wirkt sich gut für einen Spieler aus, wenn man 0:7 gegen Bayern verliert?

Und selbst wenn das Ergebnis das gleiche wäre: ein 0:7 ohne Gegenwehr wirkt wie ein sich abschlachten lassen, während man bei einem 0:7 zumindest mit temporärer Gegenwehr den eigenen Fans das Signal gibt, daß man Moral zeigt und sich nicht widerstandslos abschlachten läßt.
 
Ich denke das mit dem international spielen hat hier kein Mensch gesagt oder gemeint. Aber wie du schon sagst: Wenn ich schon vorher weiß, dass ich nicht gegen Mannschaften wie Bayern oder Dortmund "mitspielen" kann, dann stelle ich mich eben konsequent hinten rein und spiele nicht munter mit, um mich abschlachten zu lassen.

Ich denke schon, dass einige User vermutlich unbewusst sich nicht von diesem Ziel trennen können.

Das ist die Frage. Gegen Dortmund I hat es doch ganz gut geklappt. Gegen die Bayern ist es denke ich ziemlich egal, ob man nur hinten reinstellt oder versucht mitzuspielen. Im Resultat dürfte das recht ähnlich aussehen.
 
Und selbst wenn das Ergebnis das gleiche wäre: ein 0:7 ohne Gegenwehr wirkt wie ein sich abschlachten lassen, während man bei einem 0:7 zumindest mit temporärer Gegenwehr den eigenen Fans das Signal gibt, daß man Moral zeigt und sich nicht widerstandslos abschlachten läßt.

Bis zum Eigentor von Luki sah es gegen Bayern gut aus, dann sind sie ins Spielen gekommen. Sehe es nicht als unser Versagen an, dass Luki kein Fußball spielen kann und dass Bayern das sehr gut kann.
 
Das ist doch genau der Punkt, den ich schon gestern abgedeutet habe: Wenn man spielerisch limitiert ist, dem verbleibt doch nur noch der Kampf als Mittel, um zumindest zu versuchen, den Schaden niedrig zu halten. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
 
Und beim _Versuch zu kämpfen hat Luki halt etwas übertrieben.

Und wie es ausgesehen hätte gegen Bayern, wenn wir nicht gekämpft hätten, willst du nicht wissen. Aber ich stell Dich mal gegen Klitschko in einen Ring und stell mich draußen hin und brülle: "Kämpf! Kämpf doch endlich!"
 
Also nach solchen Aussagen frage ich mich immer, wieviele Spiele jemand über 90 Minuten gesehen hat?

Nahezu alle Spiele.

Viele können es nicht gewesen sein... Die Autritte gegen Gladbach, gegen Frankfurt, gegen Wolfsburg, gegen Bayern etc. - das waren ja wohl desolate Auftritte.

Ja, das waren desolate Auftritte, die hatten aber teils nichts mit der Einstellung zu tun, gerade das Spiel gegen Wolfsburg hat zu 100% der Trainer hergeschenkt, die Mannschaft hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles versucht, der Trainer hat ihr nur nicht viele Möglichkeiten gelassen. Und ich sprach von krassen Ausreißern, sowas wie eine Quote von unter 40% Zweikämpfen hatten wir nicht mal gegen Bayern.
 
Wenn ich schon vorher weiß, dass ich nicht gegen Mannschaften wie Bayern oder Dortmund "mitspielen" kann, dann stelle ich mich eben konsequent hinten rein und spiele nicht munter mit, um mich abschlachten zu lassen.

Und das hat jetzt mit der Moral der Mannschaft zu tun oder vielleicht doch eher mit der taktischen Marschrute? Da darfst du dich höflichst an Robin Dutt wenden.
 
Das ist doch genau der Punkt, den ich schon gestern abgedeutet habe: Wenn man spielerisch limitiert ist, dem verbleibt doch nur noch der Kampf als Mittel, um zumindest zu versuchen, den Schaden niedrig zu halten. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Das geht vielen (eigentlich allen) Mannschaften und Sportlern so. Warum schaffen es denn so viele nicht, zu kämpfen? Weil auch "kämpfen" Selbstvertrauen voraussetzt. Und gerade im Teamsport kann man sich oftmals noch ganz gut verstecken.

Vielleicht sollte man abzeptieren, dass die Mannschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Dann kann man auch die guten Leistungen in den Spielen vor Mainz wieder würdigen.
 
Das geht vielen (eigentlich allen) Mannschaften und Sportlern so. Warum schaffen es denn so viele nicht, zu kämpfen? Weil auch "kämpfen" Selbstvertrauen voraussetzt. Und gerade im Teamsport kann man sich oftmals noch ganz gut verstecken.

Vielleicht sollte man abzeptieren, dass die Mannschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Dann kann man auch die guten Leistungen in den Spielen vor Mainz wieder würdigen.

Dann stellt sich aber trotzdem die Frage, warum bsp. in der PL Mannschaften (auch aus der unteren Tabellenregion) 90 Minuten lang aufopferungsvoll kämpfen und beissen können, auch wenn sie gegen Chelsea oder ManCity spielen und im Grunde 0,0 Chance haben... Nur weil Spieler dort noch besser verdienen? Und da wären wir wieder bei dem Thema mangelnde Professionalität in Sachen Arbeitseinstellung. Bei uns sind viel zu viele Spieler, die meiner Meinung nach geradezu verhätschelt werden (ich erinnere an frühere Pressekonferenzen unter TS, wo jede aufkeimende Kritik gleich unter den Tisch gekehrt wurde nach dem Motto "Bloß keine Kritik an Spieler XY"). Genau dieselbe Leier wie Kritik an der Transferpolitik all die Jahre über. Immer schön nach dem Motto "Augen zu und durch..." und das ist doch sehr fragwürdig.
 
Dann stellt sich aber trotzdem die Frage, warum bsp. in der PL Mannschaften (auch aus der unteren Tabellenregion) 90 Minuten lang aufopferungsvoll kämpfen und beissen können, auch wenn sie gegen Chelsea oder ManCity spielen und im Grunde 0,0 Chance haben...

Das kann man aber auch nicht so verallgemeinern. Ich habe letztes Jahr mal live QPR - Stoke gesehen und da sah die Leistung von QPR mindestens so schlecht aus, wie das, was wir am Wochenende von Werder gesehen haben. Eher noch schlimmer. Von aufopferungsvoll kämpfen und beißen war da sehr wenig zu sehen.
 
Das kann man aber auch nicht so verallgemeinern. Ich habe letztes Jahr mal live QPR - Stoke gesehen und da sah die Leistung von QPR mindestens so schlecht aus, wie das, was wir am Wochenende von Werder gesehen haben. Eher noch schlimmer. Von aufopferungsvoll kämpfen und beißen war da sehr wenig zu sehen.

Ich schaue sehr oft PL und natürlich kannst du das nicht auf JEDES Spiel beziehen, aber auf einen Großteil. Wenn ich dort sehe, wie noch in der 90. Minute um Bälle gefight wird, obwohl man deutlich zurückliegt, frage ich mich schon, warum das hier nicht geht. Bei uns siehst du wie oft Spieler, die einfach stehen bleiben, wenn sie überlaufen werden, die abwinken nach dem Motto "Mach du mal..." etc. und das ist schon ein großer Unterschied, der mir immer wieder auffällt.
 
Dann stellt sich aber trotzdem die Frage, warum bsp. in der PL Mannschaften (auch aus der unteren Tabellenregion) 90 Minuten lang aufopferungsvoll kämpfen und beissen können, auch wenn sie gegen Chelsea oder ManCity spielen und im Grunde 0,0 Chance haben... Nur weil Spieler dort noch besser verdienen? Und da wären wir wieder bei dem Thema mangelnde Professionalität in Sachen Arbeitseinstellung. Bei uns sind viel zu viele Spieler, die meiner Meinung nach geradezu verhätschelt werden (ich erinnere an frühere Pressekonferenzen unter TS, wo jede aufkeimende Kritik gleich unter den Tisch gekehrt wurde nach dem Motto "Bloß keine Kritik an Spieler XY"). Genau dieselbe Leier wie Kritik an der Transferpolitik all die Jahre über. Immer schön nach dem Motto "Augen zu und durch..." und das ist doch sehr fragwürdig.

Also ich sehe wahrlich nicht jedes Spiel, aber ich denke, dass Du da auch nur ein Klischee über die PL beschreibst. Da wird genauso wenig oder soviel gekämpft wie in der Bundesliga. Warum sollte es auch anders sein?

Übrigens ist es für Aufsteiger mental auch einfacher zu spielen. Wenn man nur kämpfen kann, geht das auch einfacher, da man seltener das Selbstvertrauen verliert, auch wenn man verliert.

Was heisst denn verhätschelt? Wer wird denn hier verhätschelt. Gerade die Werderfans sind doch auch Spitze darin auf bestimmte Spieler einzukloppen.

Und Du siehst es doch auch hier. Nach dem Schalke-Spiel war alles Supi. Nach Mainz wieder alles Sch....
 
Was heisst denn verhätschelt? Wer wird denn hier verhätschelt. Gerade die Werderfans sind doch auch Spitze darin auf bestimmte Spieler einzukloppen.

Und Du siehst es doch auch hier. Nach dem Schalke-Spiel war alles Supi. Nach Mainz wieder alles Sch....

Nur, die Spieler sehen nicht, was hier geschrieben wird, sondern viel eher solche Fanaktionen wie nach dem Mainzspiel. Die hier zu erlebenden extremen Stimmungsschwankungen scheinen sind doch im Stadion oder beim Training gar nicht so wahrnehmbar.
 
Und Du siehst es doch auch hier. Nach dem Schalke-Spiel war alles Supi. Nach Mainz wieder alles Sch....

Das ist mir zu einfach und das stimmt so auch nicht.

Nach dem Spiel in Hannover und gegen Schalke gab es bei vielen die Hoffnung, dass bei unserem Team nun eine größere Konstanz eintritt. Durch das Spiel in Mainz hat unser Team (samt Trainer gezeigt), dass das nicht so ist.

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Insbesondere im Abstiegskampf und bei spielerischer Limitiertheit muss die kämpferische Einsatzbereitschaft der Mannschaft hoch sein - es ist absolut nicht angesagt, Spiele wegzuschenken (Eigentor hin oder her), weil jeder einzelne Punkt am Ende der Saison über Abstieg und Klassenerhalt entscheiden kann.
 
Wenn man einige Beiträge hier so liest, dass könnte man glauben, wir würden mit einer besseren Einstellung international spielen.

Wenn man dich so hört, dann könnte man glauben, dass es scheißegal ist, mit welcher Einstellung die Mannschaft antritt. Für mich ist es nach 3 verlorenen Spielen ein extrem wichtiger Unterschied ob man alles versucht hat oder keinen Willen, keine Laufbereitschaft und keinen Kampf gezeigt hat.

Für das, was wir fußballerisch "angeboten" haben und dafür, wie wir taktisch auftreten, wie wir eingestellt sind, Antifußball zelebrieren und wie wir den Kader zusammengestellt haben, ist unsere Punktzahl deutlich besser als das, was uns zustünde und diese Punkte haben wir praktisch nur über einstellung und individuelles Vermögen weniger Spieler geholt.

Das hört sich ja so an als wenn die Einstellung der Mannschaft immer super war nur die Vorgaben des Trainers Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Das seh ich nicht so. Ich habe einige Spiele gesehen in denen - unabhängig von den Dutt-Vorgaben - auch die Mannschaft keinerlei Anzeichen von Wollen gezeigt hat.
 
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