Das sehe ich ganz genauso! Mir gehen die monotonen Gesänge von 38-strophigen Liedern, die keiner kennt, in Kombination mit dem Einheitsrhythmus des Trommlers dermaßen auf die Nerven. Stimmungstechnisch kann ich mich mit der Ostkurve seit längerem nicht mehr identifizieren, was eine Folge der Ultra-Bewegungen duch Eastside-97 und Racaille Verte der letzten Jahre ist. Diejenigen, die heute für die "Stimmung" verantwortlich sein wollen, kennen die Zeit gar nicht mehr, in der Stimmung spontan und angepasst war.
Ich kann nur jedem empfehlen, euch irgendwie die 11Freunde-Ausgabe #85 12/2008 zu besorgen. Da wird einem klar, wie sehr Ultras, langfristig gesehen, die Stimmung zu sehr kontrollieren wollen und somit erst recht kaputt machen. Vorbei die Zeiten der mündigen Fankultur. In der Ostkurve ordnet sich alles dem schwarzen Mob unter...
Ich kann mich noch an ein Spiel vor 2-3 Jahren erinnern, welches die Werder-Ultras boykottiert haben, weil sie eine Zeitlang nicht in den Innenraum durften. Es war eine dermaßen ausgelassene, spontane und gute Stimmung im GANZEN Stadion wie selten mit diesen schwarzgekleideten Dauerhüpfern. Werder-Fans sind grünweiß!!!
Oh, du schöne alte Zeit...