@Simac:

unabhängig vom System ist es glaub ich ein Grundkonzept des modernen Fussballs, dass der einzelne verinnerlichen muss, dass er ein Rädchen ist. Unterschiedlichste Rädchen, die ineinander greifen müssen. Arni z.B. ist ein Rad aus Gold, aber die meiste Zeit schwingt es nur so für sich rum. Das ist nur eines der auffälligsten Beispiele, bzw. bei Arnie ist die grösste Lücke zwischen dem was er kann und dem was er tatsächlich zeigt. Dazu kommt natürlich, dass Profifussballer, die noch vor wenigen Jahren Kinder waren, natürlich schwer alles selber einschätzen können. Alles was die meisten haben ist enormes Fussi Potential. M.E. wichtigster Mann in so einem Gefüge ist - der Trainer. Er hat es in der Hand, ein Kollektiv zu formen, mit ausgefeilter Taktik, aber in erster Linie einem Ineinander Greifen. Jeder Spieler denkt als Individium: Ich will glänzen ! Ein guter Trainer bringt diesen Spieler dazu zu denken: Wir wollen glänzen, mein direkter Nebenmann ist ein Teil von mir selbst. Wenn ich ihm helfe, dann helfe ich mir, uns. So ein Spieler wird dann auch nicht künstliche "Wutanfälle" kriegen, weil er damit eine gelbe Karte und somit den Ausfall und die Schädigung "seiner" Mannschaft riskiert. Ich habe in den letzten Spielen und Interviews von Spielern den Eindruck, viele versuchen sich irgendwie selber gut darzustellen. Ne schöne Grätsche hier, ein wutschnaubendes Protestieren da, alles nicht dem Kolektiv und dem gemeinsamen Ziel dienend. Wie gesagt, Aufgabe des Trainers. Scheint zur Zeit nicht mehr so gut zu funktionieren.