Drei Schiedsrichter, die in der sogenannten Sexaffäre bei Ermittlungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen den ehemaligen Funktionär Manfred Amerell ausgesagt haben, berichten dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL über angeblich systematisch geplante Übergriffe. Sie erzählen von gemeinsamen Lehrfahrten mit dem Augsburger Hotelier zu höherklassigen Spielen, um geplante unbeobachtete Zweisamkeit. "Es ging von Küssen bis zu den Genitalien, bis zum Sich-dran-Vergehen", sagt einer der drei Schiedsrichter, die anonym bleiben wollen. Der seelische Schock sei "immer noch da".
Einer der Schiedsrichter schildert vermeintliche Übergriffe in der Zeit von 2008 bis in dieses Jahr, der andere bezieht sich auf die Zeit zwischen 2005 und 2007, der dritte schildert Vorfälle aus dem Jahr 2009. Sie hätten jahrelang nicht gewusst, wem sie vertrauen sollten beim DFB. Amerell bestreitet die Vorwürfe.