Mal ne andere Frage: Wann konnte Schaaf in der Rückrunde eigentlich mal seine Wunschelf aufstellen?
Wie soll es einem Trainer denn möglich sein, dem Team seinen Stempel aufzudrücken, wenn er die ganze Zeit gezwungen ist, seine Mannschaft umzudisponieren?
So hatte sich Schaaf die Saison sicher auch nicht vorgestellt...
Nun ja, ich denke kein Trainer stellt es sich vor, so zu scheitern, wie TS es letzte Rückrunde getan hat....
......... und dann noch weiter machen zu dürfen.
Das Verletzungs- "Pech" mag eine wesentliche von mehreren Ursachen sein, jedoch taugt das nicht als Entlastung.
Und zwar deshalb nicht, weil es sich keinesfalls um eine zufällige oder einmalige krisenhafte Situation handelt, die man als "Zufall" abtun könnte.
Bei Werder ist diese krisenhafte Situation über mehrere Jahre hintereinander immer wieder zu beobachten.
Und für das richtige Training, das fitte und gesunde Spieler hervor bringt (und kein stets gut gefülltes Lazarett) ist nunmal der Cheftrainer der Hauptverantwortliche.
Man könnte das sogar hypothetisch soweit denken, das es günstig für TS wäre, die Spieler kaputt zu trainieren, weil er dann hinterher eine gute Ausrede für wiederholtes Scheitern hat.
Das zieht vielleicht ein Jahr, aber nicht mehrere Jahre hintereinander, wie es die letzten Saisons war.
Aus diesem Grund muss sich an der bisherigen Situation im Bereich "Einsatzfähigkeit der Spieler bzw. deren Ausfallzeiten" ebenfalls in der kommenden Saison etwas positiv ändern.
Es ist also eine neue Aufgabe, die kommende Saison von TS zu bewältigen ist.
Wenn es aber so ist, wie Doc Dimanski behauptet, das Werder nämlich tatsächlich im statistischen Mittelfeld bei Ausfallzeiten und -Häufigkeit der Spieler liegt und eine schlimme Verletzungsmisere in Wahrheit nur gefühlt ist, dann kann umgekehrt auch keine "Verletztenmisere" als Entschuldigung für das Versagen in der letzten Rückrunde heran gezogen werden - weil es dann ja gar keine solche Misere gab.
Und noch dazu: Der Trainer, der über lange Zeiten seine Wunschelf aufbieten kann, hat entweder bessere (unempfindlichere) Spieler, oder eine bessere medizinische Abteilung, oder er gestaltet und dosiert sein Training besser. Oder ist ein Glückspilz vor dem Herrn. Für alle diese Punkte ist letztlich der Cheftrainer zumindest mitverantwortlich. Auch fürs Glück. Denn schließlich jagt man ja in diesem harten Profifussball-Geschäft auch einen Spieler vom Hof, der nett und grundsätzlich fähig ist, aber über lange Zeit andauernd nur Pech hat.