Mal was zum Geldkreislauf auf dem Transfermarkt und die Auswirkungen der Finanzkrise:
Es ist ja nicht nur so, dass sich die Topklubs untereinander die Spitzenspieler wegkaufen und dort teilweise Phantasiesummen gezahlt werden, sondern es werden jedes Jahr auch Spieler von "unterklassigen" Vereinen zu hohen Konditionen geholt. Diese kaufen dann wiederum von dem Geld auf ihrem Niveau und tiefer neue Spieler und so setzt sich diese Spirale dann fort.
Wenn aber an der Spitze plötzlich die Gelder wegbrechen, weil den Investoren das Geld ausgeht, dann setzt sich das Fehlen der Mittel zwangsläufig auch nach weiter nach unten durch. Was dann dazu führt, dass die Preise für die Spieler sowohl kurz- als auch mittelfristig sinken werden. Der Markt würde sich also wieder auf ein normales Level einpendeln, was auch Vereinen wie Werder entgegenkommen wird.
Bei Chelsea z. B. wird ja schon der ganz große Rotstift angesetzt, wodurch man Piza sicher fast für umsonst bekommen wird, da er nicht zu den Spielern gehört, mit deren Verkauf man den Verein sanieren möchte.
Vielleicht ist es daher ganz clever, jetzt im Winter eben nicht groß einzukaufen, sondern auf den Sommer zu warten, denn dann wird eine ziemlich große Anzahl an interessanten und realistischen Spielern auf den Markt kommen, zu deutlich vertretbareren Konditionen. Denn was man so mitbekommt, so steht in England die halbe Liga auf der Kippe und muss ums Überleben kämpfen. Ich behaupte mal, dass jeder Verein in der PL, der im kommenden Sommer nicht international spielen wird, vor der Existenzkrise stehen wird, vorallem bei denen, wo Investoren involviert sind, die in 2008 Unmengen an Geld verloren haben.
Da könnte die BuLi dann für viele Spieler gerade recht kommen. Hier wird zwar nicht die internationale Spitzenklasse geboten. Aber eine einmalige Infrastruktur, mit den besten Stadien der Welt und sichere Gehaltseingänge am Monatsanfang. Das könnte noch mal zu einen großen Trumpf werden, den auch KA nutzen kann.
Ein positiver Nebeneffekt der Wirtschaftskrise ist der, dass all den osteuropäischen Multis, deren Vermögen auf Öl und Gas basierte, langsam aber sicher die Mittel wegschmelzen werden, was dann dazu führen kann (wird), dass von der Seite die Marktpreise nicht mehr so kaputt gemacht werden, wie es in den letzten Jahren noch der Fall war. Denn seien wir mal ehrlich, die 9 Millionen für einen Moreno, die Donezk ausgegeben hat, sind ein Mondpreis, der in keinem vernünftigen Verhältnis zum Marktwert steht.