Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
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Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 132 20,1%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,1%

  • Total voters
    657
Das sie allein daran schuld sind behauptet denke ich niemand. Sie tragen aber leider ihren Teil dazu bei, indem sie denen die für die Abschaffung von Stehplätzen sind, ganz wunderbare Argumente liefern.

Es kann/wird in diese Richtung hinauslaufen, aber imho sind Pyros und die Abschaffung von Stehplätzen zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wer es auf das Abfeuern von Bengalos anlegt, dem kann es eigentlich egal sein, ob er sich nun auf einem Sitz- oder Stehplatz befindet.
 
:tnx:

Und ab da sind wir wieder bei Maddin, der aufzeigt, dass die Fans die Kollektivstrafen nicht hinnehmen müssen, sondern sich dagegen solidarisieren sollten, um Ihrem Verein bei einem solchen Gang den Rücken zu stärken.

Ist natürlich pure Illuision, dass soetwas wirklich passieren würde, aber der DFB bildet in diesem Bereich einen Staat im Staate.

Pure Illusion, denn bei Werder traut man sich ja noch nicht einmal, Widerspruch wegen einer zu hoch ausgefallene Sperre für einen eigenen Spieler gegenüber dem DFB den Mund aufzumachen. :grinsen:
 
@firedangerboy. Ja, die Gesetze sind von Menschen gemacht und nicht in Stein gemeißelt. Also können die Gesetze auch von Menschen geändert werden. Dazu bedarf es aber - langwieriger und mühseliger - Überzeugungsarbeit. Und die leistet man nicht durch das Brechen von Gesetzen, sondern durch Argumentieren.

Hierzu mal ein praktisches Beispiel: In einer Firma mit fester Kernarbeitszeit mussten alle Mitarbeiter um Punkt 9:00 Uhr da sein. Eine Minute später = Bogen ausfüllen, Verspätung begründen, vom Chef abzeichnen lassen und zur Personalabteilung geben. Die Nichteinhaltung war Abmahnungsgrund. Dazu kam, dass einige Mitarbeiter internationale Kunden hatten, die - mit Zeitverschiebung - erst nachmittags erreichbar waren, d. h. es wäre sinnvoll gewesen, später zu kommen und abends länger zu arbeiten. Ausnahmen von der Kernzeitregelung waren aber hierfür nicht vorgesehen. Engagierte Mitarbeiter und Führungskräfte haben also mit Hartnäckigkeit erläutert, dass die MA in der Lage sind, eigenverantwortlich mit ihrer Arbeitszeit umzugehen und dass so eine starre Regelung Nachteile für das Unternehmen hat. Sie haben kontinuierlich dafür geworben, dass man den Mitarbeitern doch einmal die Gelegenheit geben sollte, unter Beweis zu stellen, dass sie mit flexibler Arbeitszeit verantwortungsvoll umgehen können - zum Nutzen für das Unternehmen. Es hat gedauert, aber irgendwann kam die flexible Arbeitszeit tatsächlich - zuerst auf Probe, und später auf Dauer, auch weil kein MA die Freiheiten, die eine flexible Arbeitszeit bietet, in der Probephase über Gebühr ausgenutzt hat.

Was ich damit sagen will - meiner Meinung nach erweist illegale Zündelei dem Ziel, eine Legalisierung zu erreichen, einen Bärendienst. Es kann nur durch Lobbyarbeit und sachliches Argumentieren funktionieren.
 
Wer es auf das Abfeuern von Bengalos anlegt, dem kann es eigentlich egal sein, ob er sich nun auf einem Sitz- oder Stehplatz befindet.
Naja, wenn zum Beispiel ich am Samstag einen Pyro zünde, dann kann ich meine Dauerkarte gleich am Ticketcenter abgeben.
Man kann dort wesentlich schlechter in der Menge untertauchen und so würden die Täter viel leichter zu bestrafen sein..
 
Es ist der Anlass. Brennt kein Pyro, findet man einen anderen.

Welchen denn? Wenn alle ins Stadion gehen, 90 Minuten ihr Team anfeuern und darauf verzichten, exzessiv zu trinken, sich zu prügeln, Ordner oder Polizisten anzupöbeln oder illegal Pyro abzufackeln, dürfte es sehr schwierig sein, einen Grund für Sanktionen zu finden. Und glaub' mir, ich mache genau das seit 10 Jahren und es macht Spaß!
 
Was ich damit sagen will - meiner Meinung nach erweist illegale Zündelei dem Ziel, eine Legalisierung zu erreichen, einen Bärendienst. Es kann nur durch Lobbyarbeit und sachliches Argumentieren funktionieren.

:tnx:

Korrekt mit illegalen bzw. unbefugten Aktionen erreicht man i.d.R. seine Ziele nicht. Und man verspielt sich damit nebenbei auch die Chancen, bei der Mehrheit derjenigen, die dazu noch keine manifestierte Meinung haben, Sympathien oder ggf. sogar Unterstützung für dieses Ansinnen zu gewinnen.
 
Es ist der Anlass. Brennt kein Pyro, findet man einen anderen.

Nichts für ungut, aber für mich klingt das ein wenig nach Verfolgungswahn.

:tnx:

Korrekt mit illegalen bzw. unbefugten Aktionen erreicht man i.d.R. seine Ziele nicht. Und man verspielt sich damit nebenbei auch die Chancen, bei der Mehrheit derjenigen, die dazu noch keine manifestierte Meinung haben, Sympathien oder ggf. sogar Unterstützung für dieses Ansinnen zu gewinnen.

Dem würde ich zustimmen. :tnx:
 
Man kann dort wesentlich schlechter in der Menge untertauchen und so würden die Täter viel leichter zu bestrafen sein..

Wenn man sitzt, ja. Aber in der Praxis wird es dann wohl so aussehen, daß sich eine größere, forsch auftretender Gruppe dem Sitzplatzgebot widersetzt und sich demonstrativ hinstellt, so daß man dort wieder (vermummt) in die Anonymität abtauchen kann. Denn wenn die Ordnungskräfte heutzutage aus Gründen der allgemeinen und der eigenen persönlichen Sicherheit es vermeiden, aus einer größeren, forsch auftretenden Gruppe die Pyromanen "rauszuziehen", dann werden sie genauso wenig bei dieser Gruppe das Sitzplatzgebot zwingend durchsetzen können/wollen/dürfen.
 
Der Punkt ist doch der: Irgendwer macht immer irgendetwas falsch. Der eine versucht eine Legalisierungskampagne, der andere brennt Pyro. Der eine säuft, der andere pöbelt. Sollen dafür alle bezahlen? Ich finde nicht.

Es gibt doch im Umgang mit Pyrotechnik überhaupt nicht die Möglichkeit, alle Pyrozündler kollektiv zu irgendetwas zu bewegen. Jedes Wochenende brennen die Dinger und die Frage der Legalisierung ist doch bestenfalls tertiär. Die Frage ist, warum lässt man nicht einfach hin und wieder eins brennen, ohne gleich massiv einzuschreiten, was die Gefahr eines überhasteten Wegwerfens erhöht, und ohne gleich den Verein oder die Masse der Fans zu bestrafen. Was spricht da eigentlich gegen? Warum nicht einfach mal ein wenig südeuropäischer denken und Fünfe Gerade sein lassen? Warum muss denn jeder Zündler bestraft und das Zündeln bis auf 0,0 abgesenkt werden? Wem hilft das? Mir nicht. Und den anderen im Stadion auch nicht.
 
:tnx:

Und ab da sind wir wieder bei Maddin, der aufzeigt, dass die Fans die Kollektivstrafen nicht hinnehmen müssen, sondern sich dagegen solidarisieren sollten, um Ihrem Verein bei einem solchen Gang den Rücken zu stärken.

Ist natürlich pure Illuision, dass soetwas wirklich passieren würde, aber der DFB bildet in diesem Bereich einen Staat im Staate.

Ich kann mich aber auch gegen die Verursacher dier Strafen solidarisieren, auch das ist ein Weg.
 
Es hindert Dich niemand. Ich finde es nur gut, wenn man eine Sache, von der man überzeugt ist, auch vollkommen durchdrungen hat.

Ich für meinen Teil bin da eher bei Maddin. Die Balance kann nicht gefunden werden in dem 0-Toleranz die Marschrichtung ist.
 
Es hindert Dich niemand. Ich finde es nur gut, wenn man eine Sache, von der man überzeugt ist, auch vollkommen durchdrungen hat.

Ich für meinen Teil bin da eher bei Maddin. Die Balance kann nicht gefunden werden in dem 0-Toleranz die Marschrichtung ist.

Sie kann aber auch nicht gefunden werden, indem man bei einer Straftat 5e grade sein lässt - um mit Maddins Worten zu sprechen.
 
Es hindert Dich niemand. Ich finde es nur gut, wenn man eine Sache, von der man überzeugt ist, auch vollkommen durchdrungen hat.

Ich für meinen Teil bin da eher bei Maddin. Die Balance kann nicht gefunden werden in dem 0-Toleranz die Marschrichtung ist.

Die Balance kann aber auch nicht gefunden werden wenn andauernd gegen die Regeln verstoßen wird. Wenn es den wirklich Ausnahmen wären, dann könnte man ja darüber sprechen.

Aktuelle wirkt(!) die Zündelei und die Argumentation aber eher nach einem trotzigem Kind.
Wirkt fast wie bei den BiW die ich mal bei einer Diskussion in Bremen erlebt habe.
 
Es hat sich keiner dafür ausgesprochen, Straftaten nicht zu verfolgen und es hat sich keiner dafür ausgesprochen, diese Straftaten nicht zur Anzeige zu bringen.

Gegen die unseligen Kollektivstrafen, die ausserhalb des StGB zur Ahndung kommen, aber von vielen Fans so wahrgenommen werden, als seien es Bestrafungen auf Grundlage des StGB, dagegen sprechen sich hier Menschen aus.
 
@maddin/firedangerboy.

Wenn man jedes Gesetz brechen kann, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen, kann man gleich alle Gesetze abschaffen. Dabei ist es völlig egal, ob eine Fackel im Stadion brennt oder 100.

Ob das geltende Pyro-Verbot im Stadion angemessen ist oder nicht, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Und wenn man der Meinung ist, dass nicht, dann sollte man etwas dagegen machen.

Auch über die Angemessenheit von Kollektivstrafen kann man geteilter Meinung sein. Fakt bleibt aber, dass es dazu überhaupt erst kommen kann, wenn sich Leute nicht an die Regeln halten, und damit das Problem - ALLEIN - diejenigen sind, die die Regeln brechen. Das könnt Ihr drehen und wenden, wie Ihr wollt.
 
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