Mick, es wäre schön wenn du nicht immer wieder anderen vorwerfen würdest etwas nicht zu verstehen, sondern einfach mal akzeptieren würdest das es nunmal unterschiedliche Auffassungen von "gutem" oder "attraktivem" Fußball gibt.
Ich denke unstrittig ist, dass du eher für eine defensivere Grundausrichtung bist. Du sagst, und damit hast du nicht unrecht, das eine defensivere Spielweise attraktiver sein
kann als eine offensivere. Kann sie, würde ich nicht bestreiten. Auch wenn sie es auch oftmals, für mich persönlich, eher nicht ist.
Nur liegt Attraktivität, nicht nur im Fußball, immer im Auge des Betrachters. Man hat manchmal das Gefühl das du dich damit schwertust das zu akzeptieren...
So fängt auch dieses Zitat, auf das ich noch kurz eingehen möchte, wieder damit an:
Was viele offenbar nicht verstehen: Solche Spiele wie in Leverkusen mit dieser Ausrichtung dienen dem Gesamtfindungsprozeß. Solche wie das gegen Freiburg mit Sicherheit nicht oder insofern, dass es eine Lehre ist. Glücklicherweise war es diesmal genau das, auch für TS.
Auch dies ist wieder keine Frage des Verständnisses, jedenfalls nicht unbedingt. Man kann auch hier schlichtweg anderer Meinung sein als du, denn das was du schreibst ist KEIN unumstößlicher Fakt.
Du schreibst hier viele richtige Dinge und hast dies auch schon in der Vergangenheit getan. Inzwischen habe ich aber das Gefühl du verrennst dich zu schnell in einer etwas eindimensionalen Sichtweise auf die Dinge. Nicht alles ist auf die typischen Schaaf-Fehler zurückzuführen.
Konkret zum Freiburgspiel bedeutet dies für mich: Woher um alles in der Welt willst du wieder wissen mit welcher Grundausrichtung TS dieses Spiel angegangen ist oder ob die Mannschaft die Vorgaben in einem einzelnem Spiel einfach nicht umgesetzt hat? Weil dies in der Vergangenheit öfter mal so war? Das beweist für dieses einzelne Spiel rein gar nichts. Ich kann mich nur an einen mit der Defensivarbeit nach dem Spiel sehr unzufriedenen Coach erinnern. Nicht alles ist immer auf die gleichen Fehler von TS zurückzuführen, du scheinst diese Möglichkeit aber gar nicht mehr zu sehen.
Es ist immer gefährlich aus einem einzelnem Spiel eine Tendenz ableiten zu wollen.
Du hast daraus ja auch gleich die schlimmsten Befürchtungen für die nächsten Spiele angeschlossen, das es jetzt mit der "furchtbaren Grundausrichtung" (ich übertreibe hier bewusst, keine Angst), wieder los geht.
Du lagst damit falsch. Im Gegenteil - die Mannschaft hat das gegen Hoffenheim und den HSV gut gemacht. Vielleicht verrennst auch du dich inzwischen manchmal zu sehr in den immer gleichen Denkmustern

War das Spiel also für TS und/oder für die Mannschaft eine Lehre? Diente es nicht dem Gesamtfindungsprozess? Es ist erstaunlich wie sehr dies für dich festzustehen scheint obwohl du dafür eigentlich nicht genug Informationen haben kannst. So ist das Ganze eben nur eine Meinung. Nicht mehr und nicht weniger.
Wie gesagt, ich finde du hast mit vielem Recht - du siehst diese Dinge aber aus meiner Sicht auch manchmal da wo sie gar nicht sind.
Daher möchte ich zum Schluß auch noch einmal auf die - in meinen Augen zum jetzigen Zeitpunkt völlig überflüssige - Trainerfrage zu sprechen kommen. Da macht es in beide Richtungen einfach keinen Sinn:
Weder sich dafür auszusprechen das nach der Saison ein neuer Trainer kommen muss, denn die Entwicklung under TS ist gerade sehr positiv, noch für eine sofortige Verlängerung, da man eben erstmal sehen muss wie Nachhaltig diese Entwicklung ist.
Abwarten ist hier das Zauberwort.