Das mit dem Bier hört sich schon mal ganz anders an. Fein.
Nur kurz zu den Punkten:
(1) "Einer (rein) privaten GmbH wird sofort der Hahn zugedreht." und
(2) "Wäre die Stadt Bremen an der Beluga beteiligt gewesen, dann gäbe es Beluga noch"
(1)
Nö. Auch bei einer "rein privaten" GmbH muss jede Bank die wirtschaftliche Lage, Vermögen, Rücklagen, Stammkapital, Sicherheiten und Geschäftsaussichten bewerten. Und das hätte mit einem anderen (privaten) Gesellschafter von ähnlichem Format nicht anders ausgesehen.
Die Stadt Bremen kann man auch nur deswegen als "potent" ansehen, weil der Bund jedes Jahr mit Millionenzuwendungen die jahrzehntelang verfilzte Misswirtschaft wie ein Fass ohne Boden bezuschusst und den Bremern auch die politische Durchschlagskraft fehlt, mit der seit vielen Jahren überfälligen Ausweitung des Landesgebiets den Speckgürtel um Bremen herum einzugemeinden, um besser mit dem Geld klar zu kommen.
Eigentlich müßten viele der Hilfs-Millionen an Bremen nicht aus Bayern und Baden-Württemberg, sondern aus Niedersachsen kommen, die von diesem "Speckgürtel" profitieren. Die Bremer haben wie gesagt nicht den politischen Willen und in vielerlei Hinsicht auch nicht die Fähigkeiten, mit dem altgewohnten Trott aufzuräumen.
Spötter aus Niedersachsen sagen dagegen, wenn das Umland auch bremisch wäre, würde es dort keinen "Speckgürtel" geben, sondern auch dann würden intelligente Leute flüchten und das Geld würde genauso weiter für Inkompetenz und Unsinn aus dem Fenster geworfen. Solange die herrschenden Figuren in Oberneuland und Schwachhausen schön wohnen, ohne die Folgen ihrer Unfähigkeit selber zu spüren, läuft es eben so weiter wie immer. Aber das ist schon Regionalpolitik. Was "Politik" und "Stadtplanung" angeht, bin ich trotz großer LIebe zu Bremen wie manch anderer Butenbremer manchmal froh, weit weg zu sein.
(2)
Daran ist zu zweifeln, denn es geht nicht nur um Bilanzfälschungen wie man hörte, sondern auch um ein "geschicktes Geschäftsmodell",welches in der Presse (Spiegel, habs beim Zahnarzt gelesen, jetzt muss ich die Ausgabe suchen

) die Nähe eines Schneeballmodells gerückt wurde, jedenfalls nicht dauerhaft funktioniert hätte (was Stollberg anscheinend behauptete, der auf den amerik. Investor schimpfte). Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, hätte ein solches Unternehmen keinesfalls fortbestehen können, wenn es auf einem schneeballartigen Geschäftskonzept beruhte, selbst wenn noch keine Zahlungsunfähigkeit eingetreten war und keine Bilanzen gefälscht wurden. Aber das ist hier nicht Kern des Problems. Gott sei Dank ist Beluga Beluga und Werder Werder.
Ob die Mutmaßung, Werder habe sich bei Beluga engagiert richtig ist, wird man wie gesagt nach der nächsten Bilanz (die veröffentlicht wird) wissen bzw. erfahren.