Mental-Trainer

Also, irgendwie glaube ich langsam, dass du meine Beiträge gar nicht richtig liest.

Dito! ;)

Ich habe nicht gesagt, dass sich alles automatisch durch einen Mentaltrainer verbessert. Ich habe gesagt, dass sonst überall alle Optionen ausgeschöpft werden und man auf diesem Bereich noch etwas tun könnte.
Ob das bei jedem was bringt...sehr fraglich. Aber selbst wenn es bei der Hälfte was bringt, ist es doch schon ein Vorteil, oder!?

Richtig. Wenn man denkt, dass sich dadurch was bessert, dann sollte man es sofort tun. Ich denke nur nicht, dass es was bringen wird. Aber ich bin auch nicht der Entscheidungsträger sondern nur jemand, der seine Meinung dazu äußert.

Worüber wir beide hier die ganze Zeit diskutieren und was mich eigentlich so schockiert hat an deiner Meinung, war doch, dass du bisher immer so dargestellt hast, als wärest du der Meinung, dass die Psyche/Einstellung/Motivation nichts zur Leistung beiträgt...nur darum ging es.

Das hast du dann aber faslch aufgefasst. Dass man eine gewisse Einstellung zum Job haben muss, ist Grundvoraussetzung. Nicht nur für einen Fußballspieler. Aber ich sehe eben keinen Grund, dass man für soetwas einen Mentaltrainer einsetzen muss.

Und wenn es nur am Training hängt...wieso gibt es dann manchmal so Phasen wo die selben Situationen, die sonst immer reingehen auf einmal alle nicht reingehen?

Daran, dass man gewisse Situationen eben nicht trainieren kann, weil die Situation nie gleich und somit nicht voraussehbar ist. Ebenso zielt ein Spieler nicht jedes Mal gleich oder trifft den Ball so perfekt, wie er es eben möchte. Wäre ja auch langweilig wenn es so wäre.

Zu dem restlichen Teil sage ich nichts weiter, weil wir dort aneinander vorbeireden und ne Diskussion so keinen Sinn hat. Nur soviel: Auch für die Situationen hat man einen Trainer, der darüber mit seinen Spielern spricht. Auch hier sehe ich keine Notwendigkeit für einen Mentaltrainer.
 
schön zu sehen, dass du deine eigenen Posts jetzt wieder etwas relativierst.
Damit bin ich schon zu frieden, da du dich offenbar gegen Argumente gegen deine Meinung sträubst ;)
 
@Stürmerbraut
Und eben davon halte ich nichts, Clemens Fritz mal eben auf die Couch legen um dort nach Ursachen für seine Formschwankungen zu suchen. Warum sagte ich ja bereits (weil ich der "böse Haarezieher" war ;) ).

Ohne dich jetzt überzeugen zu wollen, denn das scheint aussichtslos zu sein, muss ich dennoch was korrigieren:

Ich hab mit meiner Methode Clemens nicht auf die "Couch gelegt", denn nur in der Tiefenpsychologie nach Freud spricht man üblicherweise davon(denn er hat seine Klienten tatsächlich auf die Couch gelegt.) Dieser Ansatz geht in die Kindheit zurück und arbeitet auf, was dort falsch gelaufen ist, im Fall von Clemens könnte das so sein, dass ihn der Trainer TS an seinen Vater erinnert, der ihn wiederum früher immer bloßgestellt/gequält oder was auch immer hat, und er dieses miteinander verknüpft und deshalb die Anweisungen von TS nicht umsetzen kann ....

Der andere beschriebenen Ansatz ist ein Verhaltenstraining und hat mit Couch so wenig zu tun wie Werder mit dem HSV!

Übrigens, mir ist noch was zur Überlegenheit (wie es auch kastemato beschreibt) der Vorstellungskraft/Psyche über den Körper eingefallen: und das ist Sex, denn der beginnt im Kopf, du stellst dir was vor, und erst dann schießen die Säfte. Aber ich glaub, das muss ich nicht näher erläutern.

Und zu dem Beispiel Liebeskummer sag ich nur, in dem Moment, da du darüber sprichst, kannst du was abladen von deinem Kummer und es wird dir leichter. Geteiltes Leid ist halbes Leid - das funktioniert!
 
Ich hab mit meiner Methode Clemens nicht auf die "Couch gelegt", denn nur in der Tiefenpsychologie nach Freud spricht man üblicherweise davon(denn er hat seine Klienten tatsächlich auf die Couch gelegt.) Dieser Ansatz geht in die Kindheit zurück und arbeitet auf, was dort falsch gelaufen ist, im Fall von Clemens könnte das so sein, dass ihn der Trainer TS an seinen Vater erinnert, der ihn wiederum früher immer bloßgestellt/gequält oder was auch immer hat, und er dieses miteinander verknüpft und deshalb die Anweisungen von TS nicht umsetzen kann ....
hmm, ist unglücklich und wird Waechter wieder zweifeln lassen;), er wird sagen: TS war auch der trainer in der zeit seiner größten erfolge ...
ich denke auch, dass körper -geist und seele eine einheit bilden und das weiß eben jeder mentaltrainer und viele andere menschen auch. und bei CF ist etwas ins ungleichgewicht geraten, weshalb auch immer und ich denke, dass ein sportler diesen umstand klären möchte - in jeder sportart.
dies aber zusätzlichen zum trainerjob intensiv anzugehen, ist einfach zu viel, bedarf es einer 2. person....siehe anfang:rolleyes: des threads..
 
Vorweg: Schön, dass du zumindest mit dir reden lässt.

Das hast du dann aber faslch aufgefasst. Dass man eine gewisse Einstellung zum Job haben muss, ist Grundvoraussetzung. Nicht nur für einen Fußballspieler. Aber ich sehe eben keinen Grund, dass man für soetwas einen Mentaltrainer einsetzen muss.

[..]Auch für die Situationen hat man einen Trainer, der darüber mit seinen Spielern spricht. Auch hier sehe ich keine Notwendigkeit für einen Mentaltrainer.

Ok, wir sind also zumidnest soweit einer Meinung, dass die Einstellung oder der Kampfgeist bzw wie auch immer man soetwas nennen will die Leistung beeinflusst.

Frage: Kann man das deiner Meinung nach noch erweitern, dass eine gewisse (innerliche) Ruhe/Coolness dazu führen kann, dass man auch vor dem Tor konzentriert ist? Bzw bist du der Meinung, dass man Einstellung trainieren kann?

Unabhängig davon sagst du ja, dass ein Trainer mit den Spielern "sprechen" soll (-> Um die Einstellung zu verbessern?)

Wenn ich jetzt behaupte, dass ein Mentaltrainer (wie auch immer man ihn nennt), der ein Studium absolviert hat (wie man richtig mit den Spielern "spricht"), deshalb vielleicht besser mit den Spielern sprechen kann als ein normaler Trainer?

Oder anders ausgedrückt, es gibt sicherlich gute und schlechte Trainer. Und jeder Trainer ist in einem besser als der andere. Der eine kriegt die Spieler besser körperlich fit, der andere kriegt das mit der Einstellung besser hin.
Und wenn man jetzt für vergleichbar (!) wenig Geld einen Mentaltrainer kriegt, der vielleicht nur ein paar Prozente bei ein paar Spielern rauskitzeln kann... meinst du nicht das lohnt sich??

Fazit:
1) Wir sind uns einig, dass die Einstellung die Leistung eines Spielern bestimmt.
2) Du siehst wohl auch ein, dass man die Einstellung trainieren kann.
3) Du behauptest dies soll der normale Trainer tun (so lese ich deine Beiträge)
4) Ich behaupte, dass ein Mentaltrainer der genau das (und nur das) studiert und gelernt hat besser kann als ein normaler Trainer
5) Selbst wenn er es nicht kann (oder nicht bei allen kann) ist das finanzielle (!) Risiko im Vergleich zu den Spielergehältern ein Witz. Ich kann hier nochmal auf die Aussage über Klinsmann verweisen.
---
6) WIE ein Mentalcouch genau das verändern kann: Keine Ahnung. Ich habs nicht studiert. Aber darum gehts hier doch auch nicht, oder?


PS: Schade, dass du kein Tennis magst. Sonst könntest du mir die Unterschiede da vielleicht auch "erklären"... ;-)
 
Noch ne Anmerkung:

Viele Mannschaften spielen nach der "Kabinenpredigt" besser als in der ersten HZ. Körperlich auf einmal wieder fit? ;-) (Scherz)
 
Ist bei Werder nicht auch so ein Typ angestellt, der irgendwelche homöopathischen Tränke zusammenbraut?
Ich würde ein Mentaltrainer für weitaus wirksamer und seriöser halten.
 
Noch ne Anmerkung:

Viele Mannschaften spielen nach der "Kabinenpredigt" besser als in der ersten HZ. Körperlich auf einmal wieder fit? ;-) (Scherz)

Nö, die andere Mannschaft kann nicht mehr, weil sie sich verausgabt hat. :p

Ich gebe zu, dass ich mir in ein paar Punkten nicht mehr so sicher bin wie in meinem ersten Beitrag noch geäußert. Ich bin wohl bin nem zu großen Vorurteil an die Sache ran gegangen. Evtl. wäre ein Mentaltrainer in gewissen Punkten gar nicht so fehl am Platz. Aber das sind dann doch Punkte, worüber sich andere Leute Gedanken machen müssen.

So und wer mich kennt, der weiß, dass mir diese Worte (selbst geschrieben) nicht leicht gefallen sind. Seid also stolz auf euch und bildet euch ruhig ein ganz klein wenig darauf ein. ;)
 
Sooo, nachdem Waechter Schachmatt wäre, gehts mit mir weiter. :p

Ne mal ganz im Ernst, gibt es keinen besseren Begriff, als Mentaltrainer?
Klingt irgendwie nach einem Handyspiel...

Was glaubt ihr ,wäre der Ansatzpunkt den dieser Trainer wählen müsste? Eher "Gruppentherapie" oder Einzelgespräche? Gäbe es reguläre Termine oder kann man den Zeitpunkt frei wählen.
Ich erwarte hier keine fundierten Aussagen dazu, aber evtl. weiss jemand, wie sie in der Regel arbeiten oder hat bereits einen "Mentaltrainer" bei der Arbeit beobachtet.

@Wächter
Ist nicht leicht in einer zugespitzten Diskussion einen Fehler einzusehen. Wirklich höchsten Respekt.
 
*höhö* Ich find Mentaltrainer immer noch besser als den Begriff Motivationscoach. Das erinnert mich immer so an Uri Geller oder Tv.Kaiser mit schagga :D

Wir hatten im Studium da auch Seminare...sowohl in Sportmedizin als auch in Psychiatrie.
Zu so etwas gehören immer Gruppentermine UND Einzelgespräche. Gruppentermine um einfach Grundeinstellungen der Mannschaft zu verändern...mangelnder Kampfgeist und Einsatz, mangelnde Motivation bei kleinen Gegnern, Umgang mit Niederlagen...aber auch um solche Sachen, die hier schon oft vermutet wurden, wie interne Grüppchenbildung anzusprechen. Da kann jeder dem anderen mal die Meinung sagen und sich die Fronten vielleicht mal etwas klären.
Einzelgespräche führt man dann eher, wenn Bedarf seitens des Sportlers oder aber auch Trainers besteht.
Und wichtig ist es auch diese Art des Trainings in den täglichen Trainingsablauf einzubauen. Da kann man dann gezielt Spiele analysieren (warum habt ihr euch hier so einschüchtern lassen? schaut mal wie schön hier jeder für den anderen läuft!;)) und bewusst Situationen trainieren (Elfmeter)
 
Großes Kompliment für diese gute und interessante Diskussion die hier geführt wird! Vor allem auch an Waechter, dessen Einsicht Respekt verdient!


Hier muss ich aber mal, obwohl hauchdünn am Thema vorbei, meinen Senf dazugeben:

Ist bei Werder nicht auch so ein Typ angestellt, der irgendwelche homöopathischen Tränke zusammenbraut?
Ich würde ein Mentaltrainer für weitaus wirksamer und seriöser halten.

Erstmal haben diese beiden Dinge (Mentaltrainer - Homöopathie) wenn überhaupt nur wenig miteinander zu tun. Man könnte aber beides miteinander einfließen lassen. Wenn Dich Dich in der Homöopathie etwas besser auskennen würdest, würdest Du sie nicht als unseriös bezeichnen. Das liegt aber wohl daran dass diese alternative Heilmethode leider immer noch nicht so etabliert ist wie sie es meiner Meinung nach verdient hätte. Die liebe Pharmaindustrie stellt sich da - welch Wunder - quer. Zum Glück unterstützen aber immer mehr Krankenkassen die Homöopathie und immer mehr Allgemeinmediziner bieten in ihrer Praxis diverse alternative Heilmethoden wie z.B. auch Akupunktur an. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass es eine super Sache ist, da der Körper sich durch gezielte Stoffe aus der Natur selbst reguliert und die eigenen Abwehrkräfte stimuliert um physische Heilungsprozesse zu beschleunigen.

Wir pumpen uns heutzutage noch viel zu viel mit chemischen Substanzen voll, die zum einen meistens nur die Symptome, nicht aber die Ursache bekämpfen, und zum anderen auch noch diverse unberechenbare Nebenwirkungen hervorrufen können ("Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker").

Ich weiss zwar welchen "Typen" Du meinst, komme aber jetzt nicht auf seinen Namen. Ich meine aber zu wissen dass er kein Angestellter Werder Bremens, sondern ein Arzt außerhalb des Vereins ist, den einige Spieler aus der Mannschaft aufsuchen.
 
Was Homöopathie angeht, bin ich eher skeptisch.
Sicher ist eine Wirkung "nachgewiesen"...bei uns in der Klinik wird sie auch vielfältig eingesetzt.

Interessant ist an den Studien nur immer, dass der Placebo die selbe Wirkung erzählt wie die homöopathischen Mittel, was bei einer Konzentration von 1:18Mio auch nicht verwunderlich ist ;)
 
das mit dem Placebo-Effekt hört man immer wieder, ist aber von daher Quatsch, da Homöopathie auch bei Tieren erfolgreich ist.
Glaube Ihr meint Herrn Schweinberger, oder? Ist der bei Werder angestellt? Ich dachte, der ist nur für einige Spieler auf Honorarbasis unterwegs.
 
das mit dem Placebo-Effekt hört man immer wieder, ist aber von daher Quatsch, da Homöopathie auch bei Tieren erfolgreich ist.

Solche profanen Aussagen kann man so nicht stehen lassen. Es gibt genug Studien (doppelblind und randomisiert), die keinen signifikanten Unterschied zwischen Placebo und Homöopathie nachgewiesen haben.
Ich möchte nicht behaupten, dass es deswegen keinen gibt, aber einen Placeboeffekt als Quatsch abzutun, ist auch nicht sehr gut analysiert ;)
 
aber logisch.;)
Vllt. ist die Wirkung durch den Placebo-Effekt beim Menschen noch verstärkt, aber eine Heilung von z.T. schweren Erkrankungen bei Tieren mithilfe homöopathischer Medikation kann eben nicht auf Placebo zurückzuführen sein.
Wird aber jetzt zu sehr OT.
Zum Thema Mentaltrainer: Gerade in unserer Mannschaft, die ja nicht aus absoluten Höhlenmenschen besteht, sondern in meinen Augen eher aus nachdenklichen Profis, halte ich einen Versuch zumindest für sinnvoll. Abgesehen davon, daß so ein bißchen Selbstreflektion jedem ganz gut tut. Den größten Vorteil sehe ich jedoch in dem Zwang, sich einer Auseinandersetzung nicht entzeihen zu können. Dieses "die anderen sind schlecht" gilt dann nicht.
 
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