Wenn man den Trend "Wir können keine Spiele gewinnen" meinst, dann sind wir uns ja einig. Denn genau das sagt der Trend seit vielen Wochen mit Ausnahme Freiburg. Ebeneso hast du Recht, wenn du den Trend meinst: Wir gewinnen nicht gegen Mitkonkurrenten.
Spielerisch ist es sicher so, dass der Trend seit wenigen Wochen nach oben geht. Aber was nutzt das, wenn wir keine Siege einfahren. Ohne Siege schaffen wir den Klassenerhalt nicht. Und für mich ist es ein extremer Rückschlag, wenn man gegen den Mitkonkurrenten und Tabellenletzten keinen 3er einfährt. Das sind die wichtigen Spiele im Abstiegskampf. Da waren sich bisher viele im Forum einig. Nin haben wir gegen Köln verloren und gegen Gladbach daheim nicht gewonnen.
Was ich sagen will ist: Ein spielerischer Aufwärtstrend bringt uns nix, wenn nicht auch Punkte dabei herauskommen. Und deshalb finde ich das Schönreden der gefühlten Niederlage gestern nicht angebracht.
Ich verstehe Dein Ansinnen. Im Fussball geht`s um Ergebnisse.

Soweit korrekt.
Aber was ich wirklich meinte, habe ich deswegen im Zusammenhang mit dem Beitrag von NewAgeEule beschrieben. Schade, dass Du das nicht noch extra gelesen hast.
Dabei meinte ich nicht den "spielerischen Aufwärtstrend". Es ging mir um die Spielstrategie von gestern. Und da widerspreche ich auch @Berder Wremen vehement, der das gleiche Konzept wie so oft gesehen haben will.
Für das, was @Berder Wremen vermutlich meint, gab es auch in dieser Saison hinreichend Beispiele. Es war bspw. ein Mitgrund für den Niedergang. Ich denke an die Partie in München. Da haben wir zweite Halbzeit völlig falsch gespielt, auf den Ausgleich der Bayern vor der Pause reagiert, indem wir mehr nach vorn warfen, statt auf Sicherheit zu achten. Also das, was 1.HZ gegen Ende nicht mehr klappte, nicht versucht abzustellen, sondern noch offener gespielt. Unser Glück war die Schwäche der Bayern an diesem Tag. Es hätte gut gehen können.
Die Betonung liegt auf "hätte".
Dann hat die Mannschaft gegen Nürnberg in der ersten HZ auf volle spielerische Dominanz gesetzt. Als das aber nicht mehr als das verdiente 1:0 einbrachte, Nürnberg gar nach der Pause das 1:1 erzielte, hat die Truppe wieder genau falsch gespielt, noch mehr auf Ball-und Spielkontrolle gesetzt, mehr Leute in Gegners Hälfte geschoben, statt umzuschwenken und eine andere strategische Linie zu fahren. Mit dem ziemlich absehbaren Ergebnis, dass wir erst recht ausgekontert wurden und auf naive Weise alle drei Punkte hergeschenkt haben. Es hätte natürlich gut gehen können.
Die Betonung liegt auf "hätte".
Das Gleiche dann gegen Twente. So war es bei den Klatschen in Stuttgart, Schalke, Köln oder in Hamburg. So war es im Heimspiel gegen Kaiserslautern und zuletzt gegen Hannover. Es hätte manchmal gut gehen können.
Die Betonung liegt auf "hätte". Die
Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering.
So war das aber gestern nicht, auch nicht in Freiburg, auch nicht gegen Bayer. Die Truppe hat gestern zu Beginn der zweiten Halbzeit erstmal versucht, mit dem 1:0 im Rücken sicherer zu stehen, die Abstände zu halten, den Gegner ein wenig das Spiel zu überlassen, rauszulocken und dann eben zu kontern. Und ja, wir hatten die Konterchancen, wir haben die Räume genutzt und vor allem wurde es erzwungen.
Wir haben im Spielverlauf die Taktik geändert. Das ist ein grosser Unterschied zu dem was @Berder Wremen - allerdings in Bezug auf andere Saisonphasen! - nicht zu Unrecht anspricht und keinesfalls ein "herber Rückschlag". Dass die Mannschaft schlicht am Ende zu dumm war, sowohl die Konterchancen zu nutzen, als auch das Ergebnis clever zu Ende zu spielen, ändert nichts daran, dass dieses Vorgehen völlig korrekt war.
Ich bin überzeugt davon, dass das genau der richtige Weg ist und in den nächsten Wochen auch die nötigen Ergebnisse zeitigt. Wart`s ab.