Stuttgart 21

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Schade. Kamikathe hat seinen Post doch wieder gelöscht. Naja.

Tübingen - Der grüne Alt-Politiker Rezzo Schlauch wendet sich gegen die häufig geäußerte Meinung, der hartnäckige Protest gegen Stuttgart 21 sei völlig überraschend gekommen. In der Landeshauptstadt habe es nie eine gesellschaftliche Mehrheit für das Projekt Tiefbahnhof gegeben, sagte der 63-Jährige im Tübinger Presseclub.

Bei der Stuttgarter OB-Wahl von 1996 (Schlauch 39,3 Prozent, Schuster 43,1 Prozent) habe er mit Sicherheit die Mehrheit seiner Stimmen wegen seiner S-21-Gegnerschaft erhalten. Statt sich von diesem Alarmruf wecken zu lassen, sei die CDU in Lethargie gefallen. Schlauch wundert sich über die fehlende politische Sensibilität der Union. Die Stärke der alten CDU sei die Nähe zum Volk gewesen. Die CDU habe sich in einer Wagenburg verschanzt und "das Ding in die Grütze gefahren".

Die Leute hätten nie vergessen, dass Schuster sein Versprechen bei der OB-Wahl 2004 gebrochen habe. Damals habe Schuster seinem Kontrahenten Boris Palmer nach dem ersten Wahlgang zugesichert, einen Bürgerentscheid in Stuttgart herbeizuführen, wenn sich die Kosten der Stadt für S 21 um mehr als 100 Millionen Euro erhöhen.

Die Nicht-Zulassung des Bürgerbegehrens im Jahr 2007 durch den Gemeinderat habe die Leute noch mehr erzürnt.
Die Quittung für Schusters gebrochenes Versprechen und für das abgeschmetterte Bürgerbegehren sei der Wahlerfolg der Grünen bei der Kommunalwahl 2009 gewesen. Auch dieses Alarmzeichen habe die CDU nicht ernst genommen.

Weshalb der Protest erst mit Baubeginn so richtig aufflammte, erklärt sich Schlauch so: Die Leute hätten geglaubt, S 21 komme auf keinen Fall, die Politiker würden das Projekt zu Tode diskutieren. Deshalb hätten sie keine Notwendigkeit gesehen, auf die Straße zu gehen

Quelle:

Vielleicht wird durch diese Zeilen für einige greifbar, warum die Menschen so enttäuscht sind und auf die Straße gehen.
 
@ Firedangerboy

Ich habe das aus dem Grund wieder rausgenommen, da man sich bei diesem Thema nicht zu sehr von seinen Emotionen leiten lassen sollte (vor allem wenn man grade angeschäkert nach Hause gekommen ist ;-) )

Aber eins bestätigt sich ja durch meinen und deinen Post: Die Leute reagieren wirklich nach dem Motto hoppalla die bauen ja wirklich also ne so ja nun nicht ;)
 
Interessant finde ich, wie jetzt gewisse Massenmedien ihre Puppenspielertricks auspacken, um Ihrem Status als "Master of the Puppets" gerecht zu werden.

Unregierbare Republik, Kosten für die Unfähigkeit der Politik.


Für das Projekt wird kein sachdienliches Argument geliefert. Traumhaft.:knutsch:


@Kamikathe:
:tnx:

Wobei es die Politik ist, welche dort das Geld verbrennt und die Menschen auf diese Geldverbrennung nicht vorbereitet. Ich lach mir nen Ast, wenn das alles aus den Fugen gerät und sich die Besorgnisse der kritischen Menschen bewahrheiten.



Wie sicher ist ein Bau, der keinen Aufschub duldet? Die Gegner von Stuttgart 21 sind nicht gegen den Tunnelbahnhof, weil sie hysterisch wären. Sie sind sehr wohl informiert und aus Schaden klug geworden.

Es ist nämlich nicht so, dass es nicht schon Projekte gab, wo alle vorgaben, alles unter Kontrolle zu haben, um dann im Nachhinein eingestehen zu müssen, dass dem wohl ein wenig Größenwahn innewohnte. Ich lebe nicht in Stuttgart, aber den Menschen, die dieses Projekt durchgedrückt haben, traue ich keine 5 Meter übern weg.

Wer übernimmt in Köln die Verantwortung für das eingestürzte Stadtarchiv? Wer hat heutzutage eine große Fresse in Stuttgart und wird bei Nichtgelingen alles abstreiten? Auf wen ist noch Verlass? Jetzt, wo es darum geht, mitzuverdienen, sind sie alle Feuer und Flamme und wenn es darum geht, die Verantwortung für das Misslingen zu übernehmen, ist keiner greifbar. Ich kann die Menschen sehr gut verstehen, dass sie solchen Leuten nicht vertrauen.
 
Wobei es die Politik ist, welche dort das Geld verbrennt und die Menschen auf diese Geldverbrennung nicht vorbereitet. Ich lach mir nen Ast, wenn das alles aus den Fugen gerät und sich die Besorgnisse der kritischen Menschen bewahrheiten.

Investive Ausgaben sind mal überhaupt keine "Geldvernichtung". Wenn unser Gesamstaat mal endlich daran gehen würde die ganzen konsumtiven Ausgaben herunterzuschrauben, dann wäre uns mehr geholfen. Nen erster Schritt wäre der völlig überteuerte Beamtenstatus für Lehrer aufzuheben.

In Bremen haben gerade Exbürgermeister zugegeben, was ich schon lange gesagt habe, dass die ganzen Einstellungen in den ÖD Ende der 70er und in den 80er Jahren der größte haushaltstechnische Fehler war, den man machen konnte.
Die meisten Menschen im Land Bremen bekommen mehr Geld von Staat ausgezahlt als sie an diesen an Steuern und Abgaben abführen. Die Haushaltsnotlage ist folglich nicht wirklich verwunderlich. Da muss endlich mal ein umdenken stattfinden.


Wer übernimmt in Köln die Verantwortung für das eingestürzte Stadtarchiv?

Das Stadtarchiv in Köln ist offensicht Aufgrund von kriminellen Verhalten Einzelner zustande gekommen und nicht weil man technisch nicht in der Lage wäre, einen solchen Tunnel zu bauen. Wenn Bauarbeiter Armierungseisen mitgehen lassen, dann hat das weniger damit zu tun, dass so ein Bau nicht technisch machbar ist.

Deine Argumentation ist in der Frage wirklich lachhaft. Das ist genau das gleich, wie die AKW-Gegner schon wieder Bahngleise unterhöhlen und wenn dann so nen Castorzug entgleisen sollte, sagen würde, sie hätten es ja schon immer gesagt.
 
:lol:

Das wäre wunderbar, wenn man den Beamtenstatus für Leher aufhebt und diese vier Wochen streiken, weil sie mehr Geld haben wollen und der Staatsbetrieb lahm liegt.

Du bist teilweise ein ganz schöner Tiefflieger über dem Stammtisch. Also - Deine Vorschläge sind wirklich bahnbrechend. :cool:

Auf die Frage zur Verantwortung gehst Du garnicht erst ein. Warum denn auch. Ist sie doch nicht beantwortbar. :knutsch:
 
:lol:

Das wäre wunderbar, wenn man den Beamtenstatus für Leher aufhebt und diese vier Wochen streiken, weil sie mehr Geld haben wollen und der Staatsbetrieb lahm liegt.

Vergleichsweise völlig überversorgte Mitarbeiter des ÖD sollen doch ruhig Streiken. Und dass sie das Streikverbot mal gar nicht interessiert haben die Lehrkräfte ja auch Bremen bewiesen.

Man sollte sich mal mit der Realität auseinandersetzen. Aber das betrifft in Bremen nach den Einstellungs- und Verbeamtungswellen der 70er und 80er ja nicht nur Lehrer. Faszinierend an der ganzen Geschichte ist dann komischer Weise, dass trotz dieses aufgeblasenen ÖD in Bremen der Bürgerservice teilweise unterirdisch ist.


Du bist teilweise ein ganz schöner Tiefflieger über dem Stammtisch. Also - Deine Vorschläge sind wirklich bahnbrechend.

Argumentieren kannst du nicht eigenständig, oder? Ist ein bisschen schwach sich irgendwelche Zeitungsartikel zusammenzusuchen statt eigene Ideen zu entwickeln.

Auf die Frage zur Verantwortung gehst Du garnicht erst ein. Warum denn auch. Ist sie doch nicht beantwortbar. :knutsch:

Man kann auf die Frage der Verantwortung für den Einsturz des Stadtarchives in Köln nicht beantworten, da die Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind. Das du lieber mit Vorverurteilungen arbeitest, belegt zum wiederholten Male dein mangelndes Verständnis für unseren demokratischen Rechtsstaat.
Tatsache ist, dass unter anderem Bauarbeiter Armierungseisen gestohlen haben.
 
Schau mal rüber zu den Franzosen. Da hast Du einen Vorgeschmack auf das, was passiert, wenn man sich vom Beamtenstatus verabschiedet. Aber ich fänd es interessant, wie Du Rede und Antwort dafür stehst, dass Familien die Aufsicht für Ihre Kleinen organisieren, weil die Lehrer nicht mehr verbeamtet sind und ähnlich den Ärzten Ihren Status auskosten und den Staat in die Mangel nehmen.

Wäre interessant in Erfahrung zu bringen, was unsere VW mehr kostet.


Du gehst doch wohl nicht allen Ernstes davon aus, dass die Politik zur Verantwortung gezogen wird? Es gibt in Deutschland doch wohl keinen Job, in dem man unverantwortlicher handeln kann, als den des Politikers. Im Gegensatz zum Beamten, kommt der Politiker sogar straffrei beim Klau des goldenen Löffels davon.
 
Schau mal rüber zu den Franzosen. Da hast Du einen Vorgeschmack auf das, was passiert, wenn man sich vom Beamtenstatus verabschiedet. Aber ich fänd es interessant, wie Du Rede und Antwort dafür stehst, dass Familien die Aufsicht für Ihre Kleinen organisieren, weil die Lehrer nicht mehr verbeamtet sind und ähnlich den Ärzten Ihren Status auskosten und den Staat in die Mangel nehmen.

Wie gesagt: Das Streikverbot wird von den Lehren doch gnadenlos ignoriert. Die Kosequenz ist nämlich lediglich ein harmloses Disziplinarverfahren, was zu einem zeitlich begrenzten Eintragung in die Personalakte führt. Und allein das rechtfertigt in keinsterweise die Previlegien, die der Beamtenstatus mitsich bringt.


Du gehst doch wohl nicht allen Ernstes davon aus, dass die Politik zur Verantwortung gezogen wird? Es gibt in Deutschland doch wohl keinen Job, in dem man unverantwortlicher handeln kann, als den des Politikers. Im Gegensatz zum Beamten, kommt der Politiker sogar straffrei beim Klau des goldenen Löffels davon.

Erstens gehen Politiker nicht straffrei aus, wenn sie sich nicht an geltendes Recht halten.

Zum anderen weiss ich nicht, wo in Köln die Verantwortung der Politik liegen soll, wenn Bauarbeiter Armierungseisen klauen oder das beauftragte Bauunternehmen illgeale Brunnen bohrt.
 
Die Frage ist ja was wollen die Gegner von Stuttgart 21?

Einen Baustopp? Warum? damit das ganze verzögert wird und man seiner Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann? (was im übrigen wie nachzulesen war ohne Vertragstrafen alleine über 1 Millarde € kosten würde da man ja den leuten ihr Gelände zurück geben muss ;-)

Einen überirdeschen Bau? Dann müsste man ja nochmal Planen was ja nicht unerheblich ist in diesem Sinnne (wie gesagt die Planungen für S21 dauerten 15J ahre ;-)

Von daher frage ich mich jetzt mal ernsthaft was die S 21 Gegner denn nun wollen?

P. S. diesen Post werde ich jetzt mal nicht löschen damit du darauf antworten kannst firedangerboy ;-)

Lg

Kamikathe
 
Die Frage ist ja was wollen die Gegner von Stuttgart 21?

Einen Baustopp? Warum? damit das ganze verzögert wird und man seiner Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann? (was im übrigen wie nachzulesen war ohne Vertragstrafen alleine über 1 Millarde € kosten würde da man ja den leuten ihr Gelände zurück geben muss ;-)

Einen überirdeschen Bau? Dann müsste man ja nochmal Planen was ja nicht unerheblich ist in diesem Sinnne (wie gesagt die Planungen für S21 dauerten 15J ahre ;-)

Von daher frage ich mich jetzt mal ernsthaft was die S 21 Gegner denn nun wollen?

P. S. diesen Post werde ich jetzt mal nicht löschen damit du darauf antworten kannst firedangerboy ;-)

Lg

Kamikathe


Wenn ich das aus politischer Sicht beurteile: Es ist reiner Wahlkampf.

Die Indizien sind eindeutig vorhanden. Der gute Winfried Hermann von den Grüne, der hier schon des öfteren angesprochen wurden, hat in einem Fernsehinterview gesagt, dass sollte der Bau losgehen man 10 000 Telefonummern habe um einen sofortigen Protest zu starten.
Dazu kommt eben, dass die Planungen seit 15 Jahren laufen. Es bis jetzt kaum einen hörbaren Protest gab. Im Gegensatz zu den Behauptungen der S21-Gegner liegen die Planungen seit wohl 1998 bereits im Turm des Stuttgarter Bahnhofs zur Einsichtnahme aus. Folglich war eine umfangreiche Informationsmöglichkeit gegeben. Hätte die Landes- oder Stadtregierung frühzeitig umfangreiche Flyer oder ähnliches verschickt, dann hätten sie sich sicherlich dem Vorwurf der Steuerverschwendung ausgesetzt.
Zudem war eine umfangreiche Einbeziehung der Bürger in die Planungen gegeben. Über 11 000 Eingaben in der Planfestellung sowie diverse Gerichtsverfahren, zeugen imho von einer äußerst umfangreichen Beteiligung und Beteiligungsmöglichkeit.
Zudem ist verwunderlich, wenn Urgrüne Bewegungen aus dem gesamten Bundesgebiet plötzlich Busse chartern um nach Stuttgart zu fahren. Was machen die da? Kann ja wohl wenig um das eigentliche Projekt gehen.
Ganz offensichtlich wird die Wahlkampfthese an dem Verhalten des Grünen Bundesvorsitzenden. Cem Özdemir verweigert bisher beharrlich die Antwort auf die Frage, ob bei einem Grünen Wahlsieg im nächsten Frühjahr der Bau gestoppt würde. Vor dem Hintergrund, dass die Grünen in ihrer Regierungszeit im Bund dem Projekt zugestimmt haben (Drucksache ist ein paar Seiten zuvor zitiert) erscheint es äußerst fraglich, dass die Grünen das Projekt tatsächlich stoppen würden.


Zu der angeblichen Alternative "K-21" kann man wohl sagen, dass es am Ende wohl genauso teuer würde wie "S-21". Wie heute morgen in "Bon(n)jour Berlin" zu hören war, haben die "K-21" Befürworter wohl die Kosten für die Sanierung des gesamten Gleisvorfeldes des Stuttgarter Bahnhofs, die bei "K-21" nötig wäre rausgerechnet haben. Auch die Sanierung der übrigen Streckenabschnitte, die nicht neugebaut werden müssten, ist in den Kosten für "K21" nicht einberechnet worden. Hinzu kommen Vertragsstrafen und komplett neue Planungskosten. Dazu die die zusätzliche Planungszeit, die ebenfalls höhre Kosten verursachen würden, da die Preise in den nächsten Jahren sicherlich nicht sinken werden. Ganz davon abgesehen, dass K21 nicht realisierbar sein wird, denn es müssten völlig neue Gleisanlagen mitten durch Wohngebiete gezogen werden, wer sagt er könne das durchsetzen, der ist entweder naiv oder lügt die Leute ganz bewusst an.

Es gibt keine realistische Alternative zur Umsetzung des Bauprojektes. Einzig den Status Quo könnte man beibehalten, was ebenfalls Kosten versursacht. Nicht nur, dass die Vertragsstrafen kämen und die Grundstücksgeschäfte rückabgewickelt werden müssen, bleibt auch dann die notwendige Sanierung der Gleisanlagen und des Bahnhofs. Zudem würde man sich eben von einem der wichtigsten europäischen Verkehrsprojekte verabschieden.

Unter dem Strich bleibt es Wahlkampfgetöse. Strategisch genial vorbereitet. Das muss man anerkennen. Um die Interessen der Bürger geht es nicht, sondern es werden einige von ihnen schlich instrumentalisiert.
 
@Kamikathe:

Die Menschen haben kein Vertrauen in das, was Ihnen da verkauft werden soll, da dies Projekt mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die kritischen Studien, wie auch die negative Stellungnahme des Bundesrechnungshofes liegen erst seit 2008 vor, wurden von den ausführenden allerdings teilweise unter Verschluss gehalten.

Nach und nach wurden diese negativen Aspekte Publik. Alle Bemühungen der Menschen, gegen dieses Projekt zu votieren wurden blockiert. Als zentrales Ereignis sei hier das Bürgerbegehren genannt, welches 2007 von OB Schuster abgeblockt wurde.

Bis heute wird gelogen - entschuldige diese Ausdrucksweise - aber in meinem Wortschatz finde ich kein trefflicheres Wort. Eine Verknüpfung zum europäischen Magistralevorhaben wird nach wie vor in einer jeden Befürworterrede herbeigeführt, wobei das Bahnhofsvorhaben kein Teil dessen ist. Hindert Politker, wie Merkel oder Niebel allerdings nicht daran, das Gegenteil zu behaupten:

Herr Niebel in der Welt:
Europa braucht diese Schnellbahnverbindung.

Stuttgart 21 ist allerdings lediglich ein regionales Projekt, dass keinen Einfluss auf die Magistrale hat, werde ich aber noch darlegen.

Merkel im Focus
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut vehement für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ausgesprochen. „Das ist ein richtiges, wichtiges Verkehrsprojekt für Europa“, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Potsdam unter lautem Applaus der Delegierten.

Die einschlägige Presse - die sich durch hervorragende Recherche auszeichnet, proklamierte folgendes:

Rückendeckung aus Brüssel für Stuttgart 21: EU-Verkehrskommissar Kallas weist auf die Bedeutung des Bahnprojekts für Europa hin. Die EU-Kommission lege allergrößten Wert darauf, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut werde.

Immer wird latent unterstellt, dass damit auch der Bahnhofsneubau gemeint ist. Dem ist aber nicht so. Allerdings oblag es einer einzigen Zeitung, dies klarzustellen. Die anderen Zeitungen unterließen es allerdings, diese Nachricht aufzunehmen. Passte diese Nachricht doch überhaupt nicht ins Schema der Nachrichten, die sie eigentlich über den Äther schicken wollen.

Brüssel - Jetzt habe sich auch der Verkehrskommissar der Europäischen Union (EU), Siim Kallas, in den Streit um Stuttgart 21 eingeschaltet und die Bedeutung des Bahnprojekts für Europa betont. So lief es am Freitag früh über die Agenturen. Zitiert wurde der Este Kallas mit dem Satz, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Bratislava eine wichtige transeuropäische West-Ost-Achse sei und die EU-Kommission allergrößten Wert darauf lege, dass sie gebaut wird. Stuttgart 21 bilde dabei, so hieß es weiter, "ein Kernstück dieser Magistrale".


"Es ist zu erwarten, dass die Unterstützung durch die EU auch nach 2013 weitergeht."
Wolfgang Reinhart (CDU), Europaminister
Hier sehen Sie die neue Magistrale durch Europa »

Am Nachmittag kam dann prompt die Klarstellung aus Kallas' Büro. Die Aussagen seien so nie gemacht worden. Richtig sei vielmehr, dass der Tiefbahnhof selbst keineswegs gefördert werde mit Geldern aus den Töpfen der Union. Womit eine Debatte, die in Stuttgart und in Berlin seit einigen Wochen schon wabert, neu befruchtet wurde: wie viel Europa steckt eigentlich in Stuttgart 21?

Stuttgarts Oberbürgermeister hat es getan, der Ministerpräsident und zuletzt auch die Kanzlerin. Stuttgart 21 sei, sagte Angela Merkel (CDU) jüngst, "ein europäisches Projekt, das auch im Europäischen Parlament abgestimmt wurde". Rathauschef Wolfgang Schuster (CDU) hatte in einem offenen Brief an die Bevölkerung geschrieben, dem Projekt sei "auf der europäischen, Bundes-, Landes-, Regions- und Stadtebene mit überzeugender Mehrheit von über 75 Prozent zugestimmt" worden. Und Stefan Mappus wurde zitiert, dass er zu dem stehe, "was das Europäische Parlament für richtig hält".[...]
Helen Kearns, die Sprecherin von EU-Kommissar Kallas, stellte jetzt klar: "Es gibt keine EU-Kofinanzierung für den Bahnhof, sondern nur für die Strecke nach Ulm"
Quelle:


Wenn man diesen Aspekt auf sich wirken lässt und dann sich vor Augen hält, dass die Bürger in Stuttgart, die unmittelbar von diesem Vorhaben betroffen sind und ein ums andere Mal mit diesen Unwahrheiten konfrontiert waren und zudem sich vor Augen führt welche Risiken mit diesem Projekt verbunden sind, dem wird klar, dass die Bürger den Glauben verloren haben. Die redliche Politik, wie auch einige Presse die die Bürger hinters Licht führen, darf sich nicht wundern, wenn allgemein gesagt wird: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!" Dieses Projekt hat keinen allgemeinen Zuspruch mehr und das hat sich die Politik selbst zuzuschreiben. Die CDU in Verbindung mit der FDP haben Ihrer Allmachtsphantasie zu sehr nachgehangen und die Realität schlicht und einfach verkannt.
 
Dann legt doch mal dar wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke ohne "S21" realisiert werden soll?

Mit K21? Wie aufgezeigt wäre K21 nicht realsierbar, weil man keine neuen Schienenetze durch Wohngebiete bauen könnte. Zweitens bräuchte es einen ähnlichen Vorlauf wie jetzt S21. Drittens wird es mindestens genauso, wenn nicht sogar noch teurer.

Es ist allein theoretisch Möglich die Magistrale ohne S21 zu verwirklichen, allerdings nicht praktisch. Aber im Aufbau von Theorien waren so manche Leute schon immer gut. Allerdings haben sich diese Theorien als nicht praxistauglich erwiesen. Der Sozialismus ist das so ein schönes Beispiel.
 
Wie gesagt: Das Streikverbot wird von den Lehren doch gnadenlos ignoriert. Die Kosequenz ist nämlich lediglich ein harmloses Disziplinarverfahren, was zu einem zeitlich begrenzten Eintragung in die Personalakte führt. Und allein das rechtfertigt in keinsterweise die Previlegien, die der Beamtenstatus mitsich bringt.

Zeichne Dich dafür verantwortlich. Geh mit dieser Forderung voran. Wundere Dich allerdings nicht, wenn man Dich von allen Seiten her auslachen wird.

In Frankreich findet gerade ein Streik statt, andem auch Menschen des öffentlichen Dienstes teilnehmen, da sie nicht verbeamtet sind. Deine Gedanken zum Beamtenstatus solltest Du im eigenen Interesse nochmal durchdenken. Am besten Du besuchst mal jemanden der Ahnung hat. Diesbezüglich empfehle ich Dir einen Gang in die Personalabteilung der Kommune, in der Du politisch aktiv bist. Lass Dir mal von jemandem der Ahnung hat aufzeigen, wie man deinem gefühlten eher näer kommt, als durch eine Abschaffung des Beamtenstatus. Wenn Du einem funktionierenden Staatsapparat etwas abgewinnen kannst, dann solltest Du von Deiner Forderung der Abschaffung Abstand nehmen und nach sinnvolleren Alterantiven suchen.

Ich sage nicht, dass es nicht einer Reform des Beamtengesetzes bedarf und ich sage auch nicht, dass da alles gold ist was glänzt, aber alles was ohne diesen Leibeigenenstatus auskommen möchte, wird schlechter aussehen.


Erstens gehen Politiker nicht straffrei aus, wenn sie sich nicht an geltendes Recht halten.

Sei es ein Helmut Kohl, der damals bei der Steuererklärung seiner Partei äußerte, dass er zwar unterschrieben habe, er dabei aber ja nicht die Rechtmäßigkeit dieser bescheinige, oder oder oder. Ein Herr Koch hat gestern wieder über Werte und Moral beim Beckmann referieren dürfen.


Zum anderen weiss ich nicht, wo in Köln die Verantwortung der Politik liegen soll, wenn Bauarbeiter Armierungseisen klauen oder das beauftragte Bauunternehmen illgeale Brunnen bohrt.
Die Verantwortlichkeit beginnt mE dort, wo ein Politker sich für ein Projekt stark macht.

Um den Bogen zu Stuttgart zu bekommen. Alle Politker schalten sich ein, blubbern Ihren Müll runter. Aber für den Müll den sie jetzt blubbern, werden sie niemals Verantwortung übernehmen müssen. Große Schnauze haben, aber nichts dahinter. Das trifft auf Politik zu. Vor allem auf solche, wie sie gerade in Stuttgart an den Tag gelegt wird.
 
Dann legt doch mal dar wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke ohne "S21" realisiert werden soll?

Mit K21? Wie aufgezeigt wäre K21 nicht realsierbar, weil man keine neuen Schienenetze durch Wohngebiete bauen könnte. Zweitens bräuchte es einen ähnlichen Vorlauf wie jetzt S21. Drittens wird es mindestens genauso, wenn nicht sogar noch teurer.

Es ist allein theoretisch Möglich die Magistrale ohne S21 zu verwirklichen, allerdings nicht praktisch. Aber im Aufbau von Theorien waren so manche Leute schon immer gut. Allerdings haben sich diese Theorien als nicht praxistauglich erwiesen. Der Sozialismus ist das so ein schönes Beispiel.

Alternativen sind zu Hauf da

Dafür müssen aber nicht soviele Tunnelkilometer erstellt werden und das Risiko ist lange nicht so hoch, so dass es nicht ganz so attraktiv zu sein scheint.
 
Zeichne Dich dafür verantwortlich. Geh mit dieser Forderung voran. Wundere Dich allerdings nicht, wenn man Dich von allen Seiten her auslachen wird.

In Frankreich findet gerade ein Streik statt, andem auch Menschen des öffentlichen Dienstes teilnehmen, da sie nicht verbeamtet sind. Deine Gedanken zum Beamtenstatus solltest Du im eigenen Interesse nochmal durchdenken. Am besten Du besuchst mal jemanden der Ahnung hat. Diesbezüglich empfehle ich Dir einen Gang in die Personalabteilung der Kommune, in der Du politisch aktiv bist. Lass Dir mal von jemandem der Ahnung hat aufzeigen, wie man deinem gefühlten eher näer kommt, als durch eine Abschaffung des Beamtenstatus. Wenn Du einem funktionierenden Staatsapparat etwas abgewinnen kannst, dann solltest Du von Deiner Forderung der Abschaffung Abstand nehmen und nach sinnvolleren Alterantiven suchen.

Keiner will den Beamtenstatus gänzlich abschaffen. Das habe ich auch nicht geschrieben und wenn du lesen würdest was ich schreibe, dann wäre dir das auch aufgefallen.
Ich sage lediglich, dass nicht alle Beschäftigten des ÖD verbeamtet sein müssen. Für mich gibt es lediglich vier Felder auf denen das besondere Treueverhältnis zum Staat gegeben sein müssen:
1. Polizei
2. Justiz
3. Justizvollzug
4. Bundeswehr

Im ganzen Rest brauchst du keine Beamten. Warum soll denn ein Bürokaufmann im Bürgerservice Center verbeamtet sein? Das macht keinen tieferen Sinn.

Die Verantwortlichkeit beginnt mE dort, wo ein Politker sich für ein Projekt stark macht.

Um den Bogen zu Stuttgart zu bekommen. Alle Politker schalten sich ein, blubbern Ihren Müll runter. Aber für den Müll den sie jetzt blubbern, werden sie niemals Verantwortung übernehmen müssen. Große Schnauze haben, aber nichts dahinter. Das trifft auf Politik zu. Vor allem auf solche, wie sie gerade in Stuttgart an den Tag gelegt wird.

So ein Schwachsinn. Was kann bitte ein Politiker dafür, wenn Bauarbeiter oder Bauunternehmer Gesetze brechen?
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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