na ja, nach so einem Spiel hat man als Kats-Fan schlechte Argumente. Macht mir aber nichts aus trotzdem für sie Partei zu ergreifen. Die haben sich das hart erarbeitet mal einen Fehler machen zu dürfen und vielleicht war die Taktik gestern ein wenig abenteuerlich, wobei mit einem Abwehrriegel den wir nicht spielen können anzunehmen wir würden beim CL-Sieger was ernten ebenfalls abenteurlich ist. Gestern haben jedoch eindeutig INDIVIDUELLE Fehler und nicht verwertete glasklarer Möglichkeiten den Ausschlag gegeben die Fresse voll zu kriegen!
Daher dann aber das Erfolgsrezept Werder Bremen in Frage zu stellen und zu behaupten Kats macht was falsch Kats könnte, nein müsste viel mehr aus Werder raus holen schlägt mMn dem Fass den Boden aus.
Nachdem die Enttäuschung/der Ärger über die Pleite gestern etwas verraucht ist, muss ich sagen, dass dieser Post sehr gut zusammenfasst, wie man die Lage vernünftiger Weise betrachten kann/sollte.
Das hier wieder einmal ausgebrochene ellenlange Geschwafel mit den beliebten üblichen Worthülsen, wie
- Stillstand ist Rückschritt
- es werden ständig die gleichen Fehler gemacht
- KATS sind "lernresistent"
habe ich diesmal nur kursiv überflogen.
Ich hatte an anderer Stelle ja schon geschrieben, dass ich Werder in dieser Saison bestenfalls auf einem Platz zwischen 6 und 10 erwarte. Besser könnte es allenfalls werden, wenn sich die Verletztenmisere jetzt schnell erledigt (allen voran natürlich Pizarro) und sich die neuen Leute schnell einleben.
Das ist für mich aber noch lange kein Grund, die - langfristig betrachtet - hervorragende Arbeit der sportlichen Leitung grundsätzlich in Frage zu stellen. Dass KATS beide ihren Job verstehen und sehr gut ins Bremer Umfeld passen, sollte man als Werder-Fan normaler Weise nicht in Abrede stellen.
Wie erfolgreich man mit regelmäßigem "frischem Blut" so ist, sieht man bei vielen Vereinen, die trotz ständiger Neubesetzung der Trainerbank auch nicht wirklich erfolgreich sind, damit aber regelmäßig extra-Kosten produzieren (neben dem Trainer und der üblichen Abfindung bei Auflösung des Vertrags auch Kosten für die "mitgebrachten" Co-Trainer, für "Wunschspieler" etc.).
Gestern war auch ich erschrocken über die Vorstellung und ich meine auch, dass TS sich da etwas "verspekuliert" hat mit seiner Aufstellung und der taktischen Marschroute. Aber - der Einwand von Badener, dass man mit einer Mauertaktik am Ende kaum erfolgreicher gewesen wäre, ist letztlich auch nicht von der Hand zu weisen.
Ach ja - am Wochenende erwarte ich noch eine Niederlage. Wie es dann gegen Freiburg wird, muss man mal abwarten - das wird davon abhängen, ob die Mannschaft es mitbekommen hat, dass der FC Freiburg definitiv kein Gegner ist, den man mit halber Kraft aus dem Stadion schießt (wie letztes Jahr noch). Wenn die das so angehen wie gegen Mainz, könnte auch das in die Hosen gehen. Mal schauen, wieviele Befürworter eines möglichst noch langen weiteren Engagements der sportlichen Leitung es dann danach (neben mir) hier noch gibt. Werden tendenziell wohl nicht so viele sein ...